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Schockraumtraining in der Universitätsklinik
(23.2.2009) Mitte Februar fand erstmalig ein mobiles Simulatortraining in den Schockräumen der Uniklinik statt. Ziel war es, eine koordinierte Übernahme und Übergabe eines Patienten im Schockraum zu trainieren.
In dem Training, das von der DRF Luftrettung organisiert wurde, nahmen luft- und bodengebundene Rettungsteams sowie Ärzte und Pflegekräfte aus mehreren Abteilungen des Universitätsklinikum teil. In audiovideobasierten Live-Übertragungen konnten die Teilnehmer sich gegenseitig beobachten und Tipps und Tricks austauschen.
„Die ständige Optimierung der präklinischen Versorgung endet nicht damit, kritische Patienten in der Klinik abzugeben“, erklärt Dr. Gerson Conrad, Medizinischer Ausbildungsleiter der DRF Luftrettung. „Eine koordinierte Übernahme und Übergabe beispielsweise im Schockraum der Zielklinik, die wir als Luftrettungsteams anfliegen, betrifft uns alle, auch die aufnehmende Crew im Schockraum.“
Während des Trainings in den Räumen der Chirurgischen Notaufnahme des Universitätsklinikums Freiburg filmten Kameras die einzelnen Simulatorsequenzen. Zusätzlich wurde die Kommunikation des Teams mit Mikrofonen aufgenommen. In den videounterstützten Nachbesprechungen konnten die Teilnehmer ihr Verhalten am Patienten selbst überprüfen und auch den Kollegen über die Schulter schauen. „Wir analysieren insbesondere die Kommunikation, aber auch die Koordination im Team“, berichtet Dr. Gerson Conrad.
Die teilnehmenden Ärzte und Rettungsassistenten sind in den Trainingssituationen immer wieder aufs Neue gefordert und müssen sich spontan auf unvorhergesehene Zwischenfälle einstellen, wie im realen Einsatzalltag auch. „Die Szenarien und die Simulationspuppe waren so realistisch, dass man nach wenigen Augenblicken vergaß, dass es sich hier nur um eine Übung handelte“ so PD Dr. Peter Strohm, Oberarzt der Unfallchirurgie. Geplant ist, diese Form der Simulatortrainings mit den Unikliniken im Jahr 2009 bundesweit anzubieten, damit neben den bisherigen mobilen Trainings an den Stationen der DRF Luftrettung auch die Interaktion „Patientenübergabe“ und „Patientenübernahme“ durch Rettungsdienst und Klinikpersonal trainiert werden kann.
Allgemeine Hintergründe zum Simulatortraining Seit 2004 bietet die DRF Luftrettung Notärzten und Rettungsassistenten die Möglichkeit, an mobilen Patientensimulatoren Notfälle zu trainieren. Über 1.900 Teilnehmer wurden in den vergangenen 72 Trainings geschult. Das eigens von der DRF Luftrettung und dem Tübinger Patientensicherheits- und Simulationszentrum (TüPASS) entwickelte Konzept des mobilen Simulatortrainings ist auf eineinhalb Tage angelegt.
Der erste Tag beinhaltet eine mehrstündige Einführung in das Fehlermanagement, die Human Factor Forschung, die Sicherheitsaspekte in der Medizin, die Prinzipien des CRM (Crew Ressource Management) und das Incident Reporting. Am zweiten Tag wird an einer Simulatorpuppe realitätsnah trainiert. Der „SIM-MAN“ agiert wie ein richtiger Patient. Über den Computer steuert das Instruktorenteam von DRF Luftrettung und TüPASS die klinischen Symptome, wie beispielsweise Herzrhythmusstörungen, bei der High-Tech-Puppe ein. Es ist außerdem möglich, der Puppe intravenöse Zugänge zu legen, sie künstlich zu beatmen oder andere invasive Maßnahmen durchzuführen. Am „SIM-MAN“ werden beispielsweise traumatologische Notfälle, die Versorgung von Herzinfarktpatienten und Notfälle mit Atemwegskomplikationen trainiert.














