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„Spice“- Was ist drin?
(12.2.2009 Die Modedroge „Spice“ beschäftigt zur Zeit Wissenschaftler, Polizisten und Politiker. Was ist drin in der grünen Kräutermischung und wie gefährlich ist sie wirklich? Freiburger Wissenschaftler sind der Sache auf den Grund gegangen.
Bei „Spice“ handelt es sich um Mischungen aus getrockneten Pflanzenteilen, die, bis zum Verbot der wirksamen Inhaltsstoffe vor wenigen Wochen, als Räuchermischungen deklariert wurden. Tatsächlich wurden diese bis dahin frei verkäuflichen Mischungen aber als Ersatz für Cannabisprodukte verwendet.
Das perfide daran: es war für die Konsumenten nicht erkennbar, dass den Kräutermischungen synthetische, hochpotente Wirkstoffe zugesetzt wurden. Wie gemeinsame Laboruntersuchungen des Instituts für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Freiburg und des Bundeskriminalamts belegen, enthält „Spice“ als Hauptwirkstoff eine chemisch leicht modifizierte Form des synthetischen Cannabinoids „CP-47,497“.
Dieser Vertreter aus der Gruppe der so genannten „nicht klassischen“ Cannabinoide weist strukturelle Ähnlichkeiten mit dem Hauptwirkstoff der Canabispflanze, dem delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) auf, besitzt aber eine gegenüber THC um ein Vielfaches erhöhte pharmakologische Potenz. Das bisher in den Medien als alleiniger Wirkstoff in „Spice“ genannte cannabimimetische Aminoalkylindol „JWH-018“ konnte lediglich in einigen von der Rechtsmedizin Freiburg und dem Bundeskriminalamt untersuchten „Spice“-Proben in vergleichsweise niedriger Konzentration nachgewiesen werden. In anderen "Spice"-ähnlichen Kräutermischungen wie „Smoke“ oder „Skunk“ war hingegen „JWH-018" als Hauptwirkstoff enthalten.
„Die hohe Wirksamkeit der synthetischen Cannabinoide sowie die ungleichmäßige Verteilung der Wirkstoffe in den Kräutermischungen bergen das Risiko von Überdosierungen nach dem Rauchen von „Spice“ und vergleichbaren Produkten“, so Dr. Volker Auwärter vom Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Freiburg. „Wir gehen von einem mindestens mit Cannabis vergleichbaren Suchtpotenzial aus.“ Weiterhin können durch den Verbrennungsprozess beim Rauchen sowie durch Umsetzungen der Wirkstoffe im Körper toxische und potentiell karzinogene Produkte gebildet werden.














