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Infektionsrisiko Sandstrand
(27.7.2009) Wer sich genüsslich am Strand tummelt, Sandburgen baut und sich eingraben lässt, kann eine böse Überraschung erleben: Magen-Darm-Erkrankungen können folgen.
(bw) Sommer, Sonne, Urlaubszeit - und nichts wie hin zum Meer. Tausende von Urlaubern verbringen ihren Sommerurlaub jedes Jahr am Strand. Doch nicht nur viele Menschen bevölkern in den Sommermonaten den Strand, auch die Konzentration von fäkalen Erregern nimmt deutlich zu. Da kann der Bau einer Sandburg oder das Eingraben im Sand ein unschönes Nachspiel auf der Toilette haben.
Das hat eine Untersuchung der US-amerikanischen Umweltbehörde gezeigt, die jetzt im American Journal of Epidemiology veröffentlicht wurde. Innerhalb von drei Jahren hatten die Wissenschaftler mehr als 25.000 Strandbesucher an sieben Stränden befragt. Ursprünglich sollte die Untersuchung das Infektionsrisiko durch Baden im Meer klären. Die jetzt vorgestellten Daten zeigen jedoch, dass nicht nur der Kontakt mit dem Meereswasser zu Durchfällen führen kann.
Auch reine Strandaktivitäten wie das Graben im Sand hatten negative Folgen für den Magen-Darm-Trakt. Magen-Darm-Erkrankungen stiegen um 13 Prozent an, Durchfälle um 20 Prozent. Besonders gefährlich scheint zu sein, sich bis zum Kopf im Sand eingraben zu lassen – dieser besondere Spaß führte zu 24 Prozent mehr Durchfallerkrankungen.
Hiervon muss sich aber niemand abschrecken lassen oder gar auf seinen Strandurlaub verzichten. „Sicherlich sind diese Zahlen stark von den Badeorten abhängig“, beruhigt Professor Dr. Winfried Kern, Leiter der Infektiologie des Universitätsklinikums Freiburg. „ Wer eine Infektion vermeiden will, sollte sich nach Sandstrand-Aktivitäten wohl auf jeden Fall vor dem Essen die Hände waschen – insbesondere bei dicht bevölkerten Stränden. Durchfallerkrankungen entstehen allerdings mindestens ebenso häufig durch hygienisch nicht einwandfreie Lebensmittel. Dies darf man nicht vergessen.“














