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Zahnästhetik - Makellose Schönheit

(02.02.2012) Ohne zahnmedizinische Indikation gibt es an der Zahnklinik allerdings keine ästhetischen Zahnbehandlungen.

George Clooney! Allein der Name versetzt viele Frauen in Verzückung. Sie schmelzen ganz dahin, sobald der US-Filmstar sein charmantes Lächeln auspackt. Dem hat der schöne George allerdings nachgeholfen. Perfekte, gleichmäßige Zahnreihen bescheren ihm Verblendschalen aus Keramik, glaubt Doktor Philip Ganter: „Jedenfalls hatte Clooney früher kleinere und schmalere Frontzähne.“ Der Assistenzarzt an der Abteilung für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie des Universitätsklinikums muss es wissen. Schließlich ist es seine Mission, Patienten der Zahnklinik am Universitätsklinikum Freiburg ein strahlendes Lächeln zu schenken.

Ganter hat seinen Behandlungsschwerpunkt mit Unterstützung seines Chefs Professor Dr. Elmar Hellwig auf die ästhetische Zahnheilkunde ausgerichtet: „Ich mag es, schöne weiße Zähne zu erschaffen und damit Patienten glücklich zu machen.“ Gerade an falschen Farbtönen stören sich die meisten seiner Kunden. Viele hadern besonders mit ihren Amalgamfüllungen. Die sind metallisch silbern, aber robust und langlebig.

„Aus rein ästhetischen Gründen tauschen wir intakte Amalgamfüllungen nicht aus“, erklärt Ganter. Schönheit auf Kosten der Gesundheit lehnt er ab. Deshalb findet immer ein Aufklärungsgespräch statt, in dem auch zur Sprache kommt, dass es ohne zahnmedizinische Indikation keine ästhetischen Zahnbehandlungen gibt. „Wir machen nicht alles, was Patienten wollen, sonst würden wir die ethische Grundlage der Zahnmedizin verlassen“, sagt Ganter: „ Aber wenn wir schon restaurative Maßnahmen durchführen, dann unter ästhetischen Gesichtspunkten.“

Zahnpflege


Weiche Bürste, schöne Zähne

- Putzen Sie sich mindestens zweimal täglich die Zähne, am besten nach dem Frühstück und vor dem Schlafengehen.

- Verwenden Sie weiche Zahnbürsten und fluoridhaltige Zahnpasta!

- Führen Sie die Bürste vom Zahnfleisch zum Zahn (von „rot nach weiß“) oder bewegen Sie sie in kleinen kreisenden Bewegungen. Vermeiden Sie horizontales „Schrubben“.

- Reinigen Sie die Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürsten.

- Gehen Sie zweimal jährlich zum Kontrolltermin zum Zahnarzt und lassen Sie dort regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung machen.

Schadhafte Füllungen tauscht er also reinen Herzens aus. Dunkle Ersatzstücke kann er mit Zahnfarbe unsichtbar machen. Ähnlich deckt er helle Flecken ab, falls sie keine beginnende Karies anzeigen. Die behebt er durch kleine Kunststofffüllungen. Veneers, die Verblendschalen à la Clooney, schaffen strahlende Harmonie unter den Frontzähnen. Lücken zwischen ihnen schließt Ganter mit kleinen Anbauten aus Kunststoff. Verfärbte Zähne kann er bleichen. „Am Anfang der Behandlung steht aber immer eine professionelle Zahnreinigung“, sagt der 29-Jährige. Damit verschwinden viele dunkle Beläge, die meist von Nikotin, Rotwein, Kaffee oder schwarzem Tee stammen. Außerdem lässt sich an sauberen Zähnen besser erkennen, welches Ausmaß ein Schaden am Zahn oder einer Füllung hat.

Bei größeren „Löchern“ wird meistens eine Teil- oder Vollkrone fällig. Da ist die Keramik gefordert. Hier verwendet Ganter gerne auch das Cerec-Verfahren: Er nimmt Zahnabdrücke im Mund digital ab, also ohne die lästige Knetmasse. „Anschließend fräst ein Apparat aus einem Keramikblock das passende Stück hochpräzise heraus“, erklärt er. Nach 20 Minuten sind Teilkronen und Kronen fertig zum Einsetzen. Provisorien entfallen. Zusätzlich zieht Ganter noch einen Zahntechniker zurate, wenn es um Frontzähne geht: „Bei denen muss die Farbe 150-prozentig stimmen!“

Kunststoff, der billiger ist als Keramik, findet derzeit hauptsächlich Anwendung als Material für Füllungen, aber noch eher selten für Kronen. Nach intensiver Farbbestimmung kann Ganter für Frontzähne mit verschiedenen Kompositen mehrfarbige Kunststofffüllungen aufbauen: „So ist es mir möglich, genau die Farbtöne der Frontzähne meiner Patienten zu treffen.“ An Seitenzähnen genügen normalerweise einfarbige Füllungen. Bei den Kunststoffen tut sich derzeit viel. Selbst Veneers lassen sich neuerdings mit ihnen herstellen. „Die Eigenschaften der neuen Kunststoffe sind wirklich beeindruckend“, sagt Ganter.

Kontakt

Dr. Philip Ganter
E-Mail: philip.ganter@uniklinikfreiburg.de
Tel.: 0761/270 - 488 50

Moderne Füllungen, die ja aufgeklebt werden, nutzen sich immer langsamer ab und haften immer besser. Die Abteilung, in der Ganter arbeitet, forscht zu diesem Thema, aber ebenso darüber, welche neuen Zahncremes, Gele und Spüllösungen sinnvoll sind. „Auf jeden Fall sollten diese Fluorid enthalten“, betont er. Sonst schützt die Paste weniger gut vor Karies. Auch Bleichmittel hat die Arbeitsgruppe untersucht. „Keines der Mittel, die derzeit auf dem Markt sind, hat bei sachgemäßer Anwendung schädliche Wirkungen auf die Zahnhartsubstanz“, fasst Ganter zusammen.

Grundsätzlich hat der Zahnarzt am Klinikum für fast jeden Zahnmakel und -schaden eine Lösung parat. Und dass er George Clooney samt Kollegen wohl nie als Kunden gewinnen wird, kann er verkraften: „Ganz Hollywood hat ja schon tolle Zähne.“

Außerdem vollbringt Philip Ganter in Freiburg kleine Wunder. Den Erfolg seiner Behandlungen dokumentiert der Spezialist für schöne und gesunde Zähne mit Fotos: „Oft sind die Veränderungen am Gesicht wirklich riesig.“

Kürzlich wollte ein Patient, dass Ganter nicht das Gesicht, sondern nur seine Zähne ablichtet. Er schämte sich – vor der Behandlung. Danach drängte er auf ein vollständiges Porträt, erzählt Ganter. Darauf lächelt der Patient so perfekt strahlend wie George Clooney und fast genauso charmant.



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