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Schonendere Krebsbehandlung
(03.11.2011) Das Universitätsklinikum Freiburg setzt erstmals in Europa eine neue, schonende Krebsbestrahlungstechnologie ein.
Die neue Bestrahlungstechnologie der
Universitäts-Strahlenklinik verspricht weniger
Nebenwirkungen und bessere Heilungschancen
Foto: PR
In Deutschland gibt es ca. vier bis fünf Millionen Menschen, die an Krebs erkrankt sind. Die Hälfte aller Krebspatienten erhält eine oder mehrere Bestrahlungen im Laufe ihrer Behandlung. Das Universitätsklinikum Freiburg hat als erstes Klinikum in Europa in eine neue Technologie zur Krebsbestrahlung investiert und behandelt
Krebspatienten ab sofort mit der neuen bildgeführten Bestrahlungstechnologie (TrueBeam STx mit Novalis Radiochirurgie).
Die Behandlung von Tumoren in Kopf und Körper kann ambulant und in nur wenigen Minuten durchgeführt werden. Bei Tumoren, die bisher als nicht behandelbar eingestuft wurden, kann die hochpräzise Bestrahlungstechnologie neue Therapiemöglichkeiten eröffnen. Alle Krankenkassen übernehmen die Kosten der Behandlung mit dem neuen Bestrahlungsgerät. Mit Hilfe der bildgeführten und computergesteuerten Positionierungstechnologie, die sogar atembedingte Organbewegungen berücksichtigt, ist es möglich, Tumoren mit hoher Dosis punktgenau zu bestrahlen, während gesundes umgebendes Gewebe geschont wird. „Dadurch können wir unseren Patienten eine Behandlung mit weniger Nebenwirkungen und besseren Heilungschancen bieten“, erklärt Prof. Dr. Anca-Ligia Grosu, Ärztliche Direktorin der Klinik für Strahlenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg.
Kontakt:
Univ. Prof. Dr. med. Anca Ligia Grosu |
Das Universitätsklinikum Freiburg hat als erste europäische Klinik in die neue Technologie
investiert und nimmt damit eine Vorreiterrolle ein. Das neue Bestrahlungssystem verfügt über einen Hochleistungs-Linearbeschleuniger der neuesten Generation mit Multilamellenkollimator. Im Vergleich zur Vorgängergeneration bietet es mit bis zu 2.400 Monitoreinheiten pro Minute eine mehr als doppelt so hohe Strahlungsintensität. „Auf diese Weise fällt die Behandlung kürzer und angenehmer für den Patienten aus“, erklärt Prof. Dr. Grosu.
Patienten mit Hirntumoren können so in der Regel ohne Fixierung durch einen invasiven Kopfring, der häufig als unangenehm empfunden wird, behandelt werden. In Kombination mit der hochqualitativen Bildgebung und der Positionierungssoftware ermöglicht das System Ärzten eine effiziente, präzise und flexible Behandlung. Mit Hilfe der bildgeführten Positionierungstechnologie bewegt der computergesteuerte 6D-Behandlungstisch den Patienten automatisch millimetergenau in die optimale Position für die Bestrahlung. Die rotierende Bestrahlungseinheit platziert den Behandlungsstrahl aus verschiedenen Winkeln. Bei kleinsten Lageveränderungen des Bestrahlungsziels wird die Behandlung unterbrochen und erst nach einer Lagerungskorrektur durch das Robotiksystem fortgesetzt.
Der neue Apparat kann gut- und bösartige Tumoren in nur einer Sitzung, von außen und ohne operativen Eingriff therapieren, vorausgesetzt die Tumore eignen sich für eine solche Behandlung. Die Behandlung kann einzeln, aber auch in Kombination mit einem chirurgischen Eingriff erfolgen. Auf diese Weise kann das Ärzte-Team interdisziplinär die individuell optimale Behandlungsmethode auswählen. „Mit dieser Technologie können sich neue Behandlungsmöglichkeiten für Tumore und andere Indikationen mittels nicht-invasiver Radiochirurgie ergeben“, ist Prof. Dr. Grosu überzeugt.














