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Freiburger Mediziner setzen weltweit Maßstäbe in der Lymphomtherapie

(31.05.2010) Seit Jahren nimmt die Häufigkeit von Lymphdrüsenkrebs des Gehirns, das so genannte 'zerebrale Lymphom', zu. Die Ursachen dafür sind bis jetzt nicht geklärt.

Doch die Diagnose dieses Gehirntumors muss heute kein Todesurteil mehr sein. Die Behandlungsmethoden haben sich im letzten Jahrzehnt dramatisch verbessert. In den vergangenen fünfzehn Jahren entwickelten die beiden Freiburger Ärzte PD Dr. Gerald Illerhaus und Professor Dr. Jürgen Finke, von der Abteilung Hämatologie und Onkologie des Universitätsklinikums Freiburg, eine neue Therapiestrategie.

Diese führt bei über 80 Prozent der Patienten bis 65 Jahre mit zerebralem Lymphom zu einer Heilung. Erfolgskonzept ist hier die so genannte Hochdosischemotherapie, wodurch die Blut-Hirn-Schranke überwunden werden kann und die Medikamente in ausreichender Konzentration die Tumorzellen im Gehirn erreichen. Die Transplantation der eigenen Stammzellen, die vor der Chemotherapie entnommen werden, sorgt dann wieder für eine Erholung der Blutbildung und des Immunsystems. Mit dieser Methode konnten die beiden Freiburger Ärzte weltweit Maßstäbe setzen und hervorragende Heilungschancen erzielen.

Die Symptome, die die Patientinnen und Patienten mit einem zerebralen Lymphom zum Arzt führen, können sehr vielfältig sein: von einfachen Kopfschmerzen, Schwindel bis hin zu komatösen Zuständen. Während früher nur die Bestrahlung des Gehirns mit mäßigem Erfolg eingesetzt wurde, konnte inzwischen in vielen Untersuchungen gezeigt werden, dass die Kombination von bestimmten Chemotherapien mit der Strahlentherapie zu höheren Heilungsraten führt. Momentan wird noch untersucht, ob es nicht auch möglich ist, durch entsprechende Chemotherapien auf die Strahlentherapie ganz verzichten zu können, da es durch die Bestrahlung trotz möglicher Heilung im Lauf der Jahre zu einer deutlichen Verschlechterung der Gehirnfunktion kommen kann.

Derzeit laufen internationale Studien zur Optimierung der Therapie. Eine der größten in Europa wird zurzeit in Kooperation zwischen dem Universitätsklinikum Freiburg und Mailand in verschiedenen Kliniken Europas koordiniert und durchgeführt.

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