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Husten – Das nicht ganz ungefährliche Symptom

(7.9.2009) Für Raucher gehört er zum gesunden Alltag, für andere dagegen ist er das erste Anzeichen für eine bevorstehende Krankheit: Husten kann ganz unterschiedliche Bedeutungen haben.

Husten ist keine Krankheit, sondern ein Schutzreflex des Körpers: Wenn wir husten, befördern wir kleine Fremdkörper aus unseren Atemwegen wieder ins Freie. Dabei erschlafft das Zwerchfell nach der Einatmung und eine Kompression der Bauchmuskeln stößt das Zwerchfell ruckartig nach oben. Die Luft wird dadurch als Hustenstoß ruckartig ausgeatmet und transportiert so Fremdkörper in den Schlund. Dann können sie ausgespuckt oder verschluckt werden.

„Dieser produktive Husten reinigt unsere Lunge von Staubpartikeln oder Krankheitserregern und verhindert dadurch Erkankungen“, erklärt Professor Dr. Joachim Müller-Quernheim, Ärztlicher Direktor der Abteilung Pneumologie des Universitätsklinikums Freiburg, „deshalb sollte man ihn auch auf keinen Fall unterdrücken“. Auch wenn man sich verschluckt oder beim Essen ein Bissen im Hals stecken bleibt, wird ein Hustenanfall ausgelöst, der den Eindringling wieder nach draußen befördert.

Der Husten als Symptom für Atemwegserkrankungen

Es gibt auch Husten, der als Nebenwirkung von Medikamenten oder in Folge verschiedener Erkrankungen entsteht. „Dabei kann es sich um eine einfache Erkältung handeln, oder aber um eine chronische Bronchitis, Asthma oder eine Lungenentzündung“, klärt der Pneumologe auf. Hauptauslöser für den Husten sind in diesem Fall Viren, die in die Bronchien eingedrungen sind und dort die Schleimhaut angreifen. Wenn auf Grund einer Entzündungsreaktion vermehrt Schleim produziert wird, verkleben die Härchen, die für das körpereigene Reinigungssystem zuständig sind. Der Schleim in den Atemwegen reizt dann die freien Nervenenden. Der Körper reagiert mit einem Hustenreiz, um den Schleim loszuwerden.

Unterschiedliche Arten von Husten

Die Mediziner unterscheiden verschiedene Arten von Husten: Der trockene Husten, der festsitzende oder der Husten, der locker und eher verschleimt ist. Mit dem trockenen Husten fängt die Erkältung meist an: Vor allem nachts kann er sehr nervig sein. Er wirft noch keinen Schleim aus und wird häufig begleitet von Heiserkeit, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und Schnupfen. In diesem Stadium empfehlen sich Hustenbonbons, die den Hustenreiz abmildern. „Wenn dieser unproduktive Husten länger als zwei Wochen anhält oder noch Schmerzen im Brustkorb und schaumiger oder blutiger Auswurf hinzukommen, sollte man sich auf jeden Fall von einem Arzt untersuchen lassen“, rät Professor Müller-Quernheim.

Schreitet die Erkältung fort, bildet sich in den Bronchien langsam fester und zäher Schleim, der wegen seiner Konsistenz nicht abgehustet werden kann. Den Husten in dieser Phase nennt man daher auch festsitzenden Husten. Nach dieser unproduktiven Erkältungsphase verflüssigt sich nach und nach der Schleim und kann aus den Bronchien abgehustet werden. Bei diesem schleimigen Husten können Mittel zum Schleimlösen und zur Erleichterung des Abhustens verschrieben werden. „Auch können Erkältungsbäder, Inhalationen mit ätherischen Ölen und das Einreiben der Brust und des Rückens mit Hustenbalsam eine positive Wirkung auf das Wohlbefinden haben“, meint Professor Dr. Joachim Müller-Quernheim.

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