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Kieferbruch-OP durch die Mundhöhle

(27.1.2009) Im Winter sind es vor allem die die Skiläufer die es am häufigsten trifft: Sie brechen sich bei einem Sturz den Kiefer. Eine neue Operationsmethode hilft nun diese Brüche optimal behandeln zu können.

Mit dem neuen Verfahren ist es nun möglich, von der Mundhöhle aus den häufigsten Kieferbruch, das Abbrechen des Unterkiefer-Gelenkfortsatzes, zu operieren. Früher wurden bei Patienten mit einem Unterkieferbruch für sechs Wochen die Zähne mit Drähten zusammengebunden, bis der Bruch in der Fehlstellung geheilt war.

Später wurde diese Art von Kieferbrüchen auch mit Hilfe eines Hautschnitts vor dem Ohr operiert. „Dabei entstand allerdings eine unschöne Narbe und insbesondere war der Gesichtsnerv auf dieser Seite immer stark gefährdet“, erklärt Prof. Dr. Dr. Rainer Schmelzeisen, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Freiburg.

Nicht selten behielten die Patienten nach einer solchen Operation Lähmungen am Gesichtsnerven zurück. Bei dem neu entwickelten Verfahren ist nun der Zugang im Mund ähnlich klein wie bei der Entfernung eines Weisheitszahnes: Aus der Weisheitszahnregion wird eine Endoskopkamera, die über eine Kooperation mit dem Unternehmen Strorz in Tuttlingen entwickelt wurde, bis hoch an das Kiefergelenk geführt. Dort kann der Operateur mit einem Rechtwinkelschraubenzieher eine Platte anbringen. „Die Patienten sind sofort wieder arbeitsfähig und müssen nicht zwischen den Kiefern verschnürt werden“, so Prof. Dr. Dr. Rainer Schmelzeisen. Vor allem besteht kein Risiko mehr für eine Gesichtslähmung.

Infokasten

Die Studie im American Journal of Oral and Maxillofacial Surgery finden Sie hier...

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