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500. Knorpeltransplantation durchgeführt

(30.1.2009) Im Department für Orthopädie und Traumatologie des Universitätsklinikums wurde die 500. Knorpelzelltransplantation bei einem Patienten mit Knorpelschaden am Kniegelenk durchgeführt.

Ende letzten Jahres war es soweit, das Department für Orthopädie und Traumatologie des Universitätsklinikum Freiburg führte die 500. Knorpelzelltransplantation bei einem Patienten mit Knorpelschaden durch. Das Universitätsklinikum Freiburg gehört hiermit zu den weltweit größten Zentren mit der meisten Erfahrung auf diesem modernen Gebiet der regenerativen Medizin. Mit der so genannten autologe Knorpelzelltransplantation (ACT) werden seit Mitte der Neunziger Jahre Knorpelschäden vor allem im Bereich des Kniegelenkes behandelt.

Dies geschieht mit Hilfe eines minimal invasiven Eingriffes. Zunächst werden Knorpelzellen entnommen werden und anschließend über mehrere Wochen im Labor vermehrt. Sobald auf diese Weise die Knorpelzellen vervielfältig wurden und für die Transplantation zur Verfügung stehen, erfolgt ein zweiter operativer Eingriff. Bei diesem werden die Zellen in den defekten Bereich eingebracht. Das Verfahren ist im Bereich der Orthopädie und Unfallchirurgie eine der ersten sogenannten „Tissue Engineering“ Anwendungen - einem modernen Arbeitsfeld bei dem Mediziner gemeinsam mit Biologen und Materialwissenschaftlern an Möglichkeiten des Gewebsersatzes forschen.

Weltweit wird die Anzahl der Patienten, die mit einer autologen Knorpelzelltransplantation behandelt wurden auf circa 30.000 Patienten geschätzt. Mit 500 Patienten gehört das Universitätsklinikum Freiburg hier zu den orthopädischen Behandlungszentren mit der größten Erfahrung weltweit. Bereits Ende der neunziger Jahre erfolgte die ersten Knorpelzelltransplantation in Freiburg. Aktuell werden in der Freiburger Universitätsklinik im Bereich „Kniegelenkschirurgie“ des Department Orthopädie und Traumatologie von drei Fachärzten jährlich cirka 50 Patienten mit einer autologen Knorpelzelltransplantation behandelt.

Kontakt

Dr. Philipp Niemeyer
Department für Orthopädie und Traumatologie
Universitätsklinikum Freiburg
Tel.: 0761/270-2401
E-Mail: phillipp.niemeyer@uniklinik-freiburg.de

Die Behandlungskosten, die alleine für die Aufbereitung der Zellen etwa 4000 Euro betragen, werden seit Anfang 2007 sowohl von den gesetzlichen, als auch den privaten Krankenkassen übernommen. Dies gilt auch für die weiteren Kosten, die mit der Operation und dem stationären Krankenhausaufenthalt verbunden sind. Das Verfahren ist jedoch nicht für jeden Patienten und jeden Knorpelschaden geeignet. Aus diesem Grund führt das Department auch alternative Therapien durch.

Je nach dem wie alt ein Patient ist oder wie groß der Knorpelschaden ist muss diesen dann aus medizinischer Sicht der Vorzug gegeben werden. Beim fortgeschrittenen Stadium der Arthrose gibt es bis heut leider noch keine geeignete Therapieform. In frühen Stadien der Arthrose, in denen sich der beginnende Gelenkverschleiß auf lokalisierte Abschnitte des Gelenkes beschränkt, kann jedoch vielen Patienten mittlerweile geholfen werden. Hierbei stellt die Transplantation aber oft keine isolierte Maßnahme dar, sondern muss mit Behandlungen kombiniert werden, die an der Ursache des vorzeitigen Gelenkverschleißes ansetzen.

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