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Endoskopische Diagnostik bei Lungentumoren

(19.5.2009) Zur Diagnostik von Lungenkrebs und zur Frage der Tumorausbreitung wird am Uniklinikum Freiburg eine Bronchoskopie mit Endobronchialem Ultraschall durchgeführt. Ein äußerst schonendes und komplikationsarmes Verfahren.

Als Mittelfellraum (Mediastinum) wird der Raum zwischen den beiden, durch das Rippenfell voneinander abgegrenzten Brusthöhlen bezeichnet. Es reicht vom Hals bis zum Zwerchfell und enthält wesentliche Organe, wie beispielsweise die großen Gefäße und Nerven, die Thymusdrüse, den Herzbeutel, Luft- und Speiseröhre und zahlreiche Lymphknotenstationen.

Meist zeigen sich Veränderungen beispielsweise ein Tumor im Mediastinum auf einem normalen Röntgenbild oder in einer Computertomographie des Brustraumes. Gelegentlich aber auch nur als Zufallsbefund oder im Rahmen der Abklärung von Luftnot, Husten oder Brustschmerzen.

„Eine feingewebliche Abklärung ist bei Veränderungen erforderlich, bei denen eine Operation generell nicht möglich erscheint oder prinzipiell nicht in Frage kommt“, erklärt Dr. Mirjam Elze, Oberärztin der Thoraxchirurgie des Universitätsklinikums Freiburg. Von besonderer Bedeutung für das therapeutische Vorgehen beim Lungenkrebs sind die Lymphknoten im Brustraum, wobei der nachgewiesene Krebsbefall entscheidend ist.

„Die Wahrscheinlichkeit eines bösartigen Befalls verändert sich mit der Größe und nimmt mit steigendem Durchmesser zu“, berichtet Dr. Elze. „Jedoch findet sich in nur 60 Prozent der Fälle bei CT-radiologisch vergrößerten Lymphknoten eine Lymphknotenmetastase. Bei 40 Prozent der Patienten liegt keine Metastasierung vor.“ Eine feingewebliche Abklärung der Lymphknoten ist somit zwingend erforderlich. Bisher gilt als Goldstandard die Mittelfellspiegelung, ein operatives Verfahren, bei dem in Vollnarkose das Mediastinum gespiegelt und Gewebeproben aus den Lymphknoten entnommen werden.

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Zur Diagnostik des Bronchialkarzinoms und zur Frage der Tumorausbreitung und Operabilität wird seit etwa zwei Jahren der Endobronchiale Ultraschall (EBUS) am Universitätsklinikum Freiburg durchgeführt. Dabei wird eine Atemwegsspiegelung mit einem speziellen Bronchoskop, in das ein Ultraschallkopf integriert ist durchgeführt, so dass gleichzeitig mit der Spiegelung der Atemwege eine Ultraschalluntersuchung mit gezielter transbronchialer Nadelaspiration der die Luftröhre und Bronchien umgebenden Strukturen (beispielsweise Tumore oder Lymphknoten) möglich ist. Im letzten Jahr wurde diese Methode am Universitätsklinikum Freiburg bei 150 Patienten durchgeführt.

„Die EBUS-Bronchoskopie ist ein komplikationsarmes und für den Patienten praktisch nicht belastendes Verfahren“, berichtet Dr. Mirjam Elze. In Freiburg wird die Untersuchung aktuell unter stationären Bedingungen und in Vollnarkose durchgeführt. Sollte das Ergebnis dieser Untersuchung nicht ausreichend sein, wird im gleichen stationären Aufenthalt eine Mediastinoskopie angeschlossen, so dass keine wertvolle Zeit verloren geht.

Kontakt

Die Homepage der Thoraxchirurgie finden Sie hier...

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