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Neue Behandlungsmethode für zweithäufigsten Herzklappenfehler
(22.3.210) In der Kardiologie der Uniklinik Freiburg wurde erstmals eine Mitralklappeninsuffizienz mittels moderner Herzkathetertechnologie behandelt.
Die Mitralklappeninsuffizienz ist der zweithäufigste Herzklappenfehler in Europa. Die Herzen der Betroffenen werden bei diesem Herzklappenfehler durch chronische Volumenüberbelastung beeinträchtigt und müssen stärker arbeiten, was letztlich zu einer Herzinsuffizienz führt.Bislang war eine Operation, bei der die Klappen ersetzt werden, die einzige Behandlungsmethode.
In Freiburg wurde nun erstmals bei zwei Patienten eine so genannte perkutane Mitralklappenrekonstruktion mit einem Mitraclip vorgenommen.
„Der Eingriff wird im Katheterlabor durchgeführt. Bei dem Eingriff schlägt das Herz normal weiter, sodass der Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine nicht erforderlich ist“, erklärt Professor Dr. Dr. Manfred Zehender, Leitender Oberarzt der Kardiologie des Universitätsklinikums Freiburg.
Neben der Verbesserung des Blutflusses durch das Herz können durch den Eingriff auch Symptome wie Müdigkeit und Kurzatmigkeit günstig beeinflusst werden, an denen Patienten mit einer Mitralklappeninsuffizienz häufig leiden. „Der Mitraclip kann die Lebensqualität verbessern und dazu beitragen, dass bei Patienten mit Mitralklappeninsuffizienz und hohem OP-Risiko ein chirurgischer Eingriff umgangen werden kann“, so Zehender der das hiesige Interventionsteam leitet.
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Die neue Behandlungsmethode kommt derzeit vor allem Betroffenen zugute, die als inoperabel gelten. Bereits im letzten Jahr haben die Kardiologen und Kardiochirurgen des Universitätsklinikums Freiburg in einem gemeinsamen Team damit begonnen, den häufigsten Herzklappenfehler, die Aortenklappenstenose, ohne Operation zu behandeln.
Hierbei wurde über die Leiste oder die Herzspitze per Herzkatheter eine neue Klappe eingesetzt. Mittlerweile konnte bereits 50 Patientinnen und Patienten mit dieser Methode geholfen werden. Auch hier war das Universitätsklinikum Freiburg eines der ersten, in dem diese Methode zum Einsatz kam.














