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Nickelallergie – Wenn Kontakte unerwünscht sind
(14.12.2009) Es beginnt mit einem Jucken, einer Rötung und Blässchenbildung auf der Haut: Die Nickelallergie ist die häufigste Kontaktallergie überhaupt. Nickel kommt in weit mehr Dingen vor, als man denkt.
Nickel ist ein Metall, das in Uhren, Schmuck, Brillen, Jeansknöpfen, Reißverschlüssen, Essbesteck, Konservendosen, Münzen und teilweise in Kosmetika vorkommt. Dabei ist Nickel sehr gut wasserlöslich, was zur Folge hat, dass besonders im Sommer, wenn alle am Schwitzen sind, viele Nickelallergien auftreten.
„Die Nickelallergie oder genauer das allergische Kontaktekzem auf Nickel ist eine der häufigsten Kontaktallergien“, berichtet Professor Dr. Thilo Jakob, Leiter der Allergieabteilung und klinischen Forschergruppe Allergologie an der Hautklinik des Universitätsklinikums Freiburg. „Manche allergische Reaktionen, wie beispielsweise Heuschnupfen oder allergisches Asthma, entstehen unmittelbar nach dem Kontakt mit dem Allergen, andere wie das allergische Kontaktekzem erst mit zeitlicher Verzögerung - es können bis zu 72 Stunden vergehen. Dann ist es für Allergiker und ihre Ärzte besonders schwer, den Auslöser herauszufinden“. Ob eine Nickelallergie vorliegt kann der Hautarzt mit Hilfe eines Pflastertests, dem so genannten Epikutantest, herausfinden.
Nickel im Alltag vermeiden
Eine Nickelallergie entsteht nicht über Nacht. Erst nach monatelangem Kontakt führt Nickel zu einer Sensibilisierung. Bei Menschen mit einer starken Nickelallergie reicht bereits ein kurzer Hautkontakt mit geringen Mengen des Metalls aus, um die typischen Beschwerden wie Juckreiz und Hautentzündung hervorzurufen. „Die akuten Beschwerden kann man am effektivsten mit entzündungshemmenden Cremes behandeln“, so Professor Jakob.
Wer eine Nickelallergie hat, wird sie sein Leben lang auch nicht mehr los. „Leider gibt es keine kausale Therapie“ Die einzige wirksame Maßnahme ist das das strikte Meiden von Nickel. Und das klingt einfacher als es ist: Selbst die Aufschrift „nickelfrei“ garantiert nichts. Denn eine EU-Richtlinie erlaubt es, Gegenstände mit geringem Nickelgehalt als „nickelfrei“ zu bezeichnen. Selbst bei Nahrungsmitteln kann sich man nicht sicher sein, dass diese kein Nickel enthalten. Hierzu gehören Vollkornprodukte, Nüsse und bestimmte Gemüsesorten. „Patienten, auf Nickel in Lebensmitteln allergisch reagieren sind jedoch extrem selten“.
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