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Möglichkeiten der Nuklearmedizin
(6.7.2010)Strahlung gilt bei den meisten Menschen als etwas Böses. Die Nuklearmedizin aber macht sich die Strahlung zunutze und kann damit ungefährlich heilen und diagnostizieren.
Mit der Diagnostik und Therapie von Schilddrüsenerkrankungen hat es angefangen. Inzwischen ist die Nuklearmedizin auch bei anderen Erkrankungen erfolgreich. Die Kombination der beiden Möglichkeiten – präzise Diagnostik und individuelle Therapie – ist ein besonderes Merkmal des Fachgebiets.
Die Möglichkeiten der Nuklearmedizin zwischen Röntgendiagnostik und Strahlentherapie können Angiographien ergänzen und so genauer Aufschluss über den Blutfluss im Herzen geben oder aber Veränderungen im Stoffwechsel bei Tumorpatienten darstellen und damit früher und genauer als mit herkömmlichen Verfahren sehen, wie sich der Krebs entwickelt. Die radioaktiven Teilchen docken sich an die wichtigen Rezeptoren an.
Über die sogenannte Positronen-Emissions-Tomographien lässt sich die Verteilung der Teilchen darstellen und auswerten. Auch zur Behandlung sind die Teilchen nützlich. „Das ganz große Plus der radioaktiven Stoffe, die wir den Patienten verabreichen, ist, dass sie nur sehr lokal und so lange wie nötig strahlen und damit die Belastung des Körpers minimiert wird“ erklärt Professor Dr. Wolfgang Weber, Ärztlicher Direktor der Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Freiburg. Unter seiner Leitung forscht die Universitätsklinik auch an neuen radioaktiven Stoffen für die Medizin. Spezielle Arbeitsgruppen entwickeln neue Verbindungen der sogenannten Radiopharmaka.
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„Für die Diagnostik und Therapie von heißen Knoten in der Schilddrüse sind die Nuklearmediziner nach wie vor die Spezialisten. Auch wenn bei malignen Lymphomen, neuroendokrinen Tumoren und ganz aktuell bei der Frühdiagnose von Alzheimer sehr gute Fortschritte gemacht werden“, berichtet Professor Weber.














