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Sporttherapeutische Gruppe für Menschen mit Essstörungen
(4.10.2010) Essstörungen sind schwere seelische Erkrankungen. Menschen, die darunter leiden, leiden häufig unter einem gestörten Verhältnis zur Sportausübung. Am Uniklinikum Freiburg wird daher ein spezielles sporttherapeutisches Programm angeboten.
Essstörungen sind schwere seelische Erkrankungen, die gravierende Folgen auf körperlicher, seelischer und sozialer Ebene haben können. Oft wird der Körper negativ, vor allem aber als „zu dick“ erlebt. Menschen, die unter Essstörungen leiden, leiden daher häufig unter einem gestörten Verhältnis zur Sportausübung. „Dabei entsteht der Druck und der Zwang, Sporttermine wahrnehmen zu müssen oder es ergeben sich Schuldgefühle, wenn man nicht oder zu wenig trainiert. Manche Betroffenen geben den Sport auch ganz auf, weil er nur noch mit dem Zwang verbunden wird, Kalorien zu verbrauchen", erklärt Professorin Dr. Almut Zeeck, Leiterin der Arbeitsgruppe Essstörungen der Abteilung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg.
Wenn Sport und Bewegung mit dem richtigen Maß betrieben werden, dann können sie gesunde Handlungsformen darstellen und positive Aspekte wie Freude, Spaß, Ruhe, Ausgeglichenheit, Wohlbefinden, Geselligkeit und Interaktion kommen zum Tragen. Am Universitätsklinikum Freiburg gibt es daher ein spezielles Sportprogramm für Menschen mit Essstörungen, das als Ergänzung zu einer Psychotherapie gedacht ist.
InfokastenTeilnahmebedingungen:
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Es ist Teil eines Pilotprojekts und verbindet körperlich-sportliche Aktivitäten mit einem bewussten Umgang mit sich selbst. „Ziel der Gruppe ist es, durch Bewegung und Sport einen positiven Zugang zum eigenen Körper zu bekommen, sowie Körpererleben und Körperwahrnehmung zu verbessern“, so Sabine Schlegel, Sporttherapeutin und Sportwissenschaftlerin. Dabei geht es darum, verschiedenste Sport- und Bewegungsformen in einem gesunden Sinne zu nutzen und einen schädlichen Umgang zu vermeiden.
Mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern an dem Sportprogramm wird vorab ein ausführliches Informationsgespräch über den Ablauf des Kurses geführt. Ferner findet ein diagnostisches Gespräch in der Spezialambulanz für Essstörungen statt. Da es sich um ein Angebot im Rahmen eines Forschungsprojektes handelt, werden die Teilnehmer gebeten, zu Beginn, im Verlauf und zum Abschluss der Gruppe Fragebögen auszufüllen. Mit deren Hilfe soll geprüft werden, inwieweit das Angebot hilfreich ist, um den Umgang mit Sport und dem eigenen Körper zu verbessern.














