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Der Bezug zum Alltag geht nicht verloren

(26.3.2009) Wer unter Depressionen, Angstzuständen, Essstörungen oder somatoformen Störungen leidet, braucht eine intensives Therapieprogramm. In der Freiburger Tagesklinik geht das ohne stationären Aufenthalt.

Die Tagesklinik der Abteilung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg wurde vor zehn Jahren eröffnet und ist zu einem viel gefragten Angebot geworden. Sie bietet die Möglichkeit, eine intensive multimodale Behandlung, die sonst nur auf einer Station möglich wäre, von zu Hause aus in Anspruch zu nehmen.

In der Tagesklinik stehen 12 Behandlungsplätze für Menschen mit psychischen und psycho- somatischen Problemen zur Verfügung. Schwerpunkte bestehen in der Behandlung von somatoformen Störungen, Essstörungen, Depressionen, Angststörungen und Verarbeitungsstörungen bei körperlichen Erkrankungen.

Die Behandlung umfasst in der Regel sechs bis 12 Wochen und beinhaltet Einzel- und Gruppentherapie, Musik-, Gestaltungs- und Bewegungstherapie, medizinische Visiten sowie Sport und Physiotherapie. „Die Besonderheit der Tagesklinik ist, dass der Bezug zum Alltag nicht verloren geht“, erklärt Prof. Dr. Almut Zeeck, Oberärztin der Tagesklinik. „Schwierigkeiten, die zu Hause erlebt werden, können zeitnah in die Therapie eingebracht werden. Andererseits kann das, was in der Therapie gelernt und erfahren wird, täglich in der Situation zu Hause umgesetzt und ‚erprobt’ werden.“

Kontakt

Die Anmeldung und Indikationsstellung erfolgt über die Ambulanz der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Tel. 0761/270-6841, vormittags

Das Therapieprogramm der Tagesklinik findet von Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr statt. Diese geregelten Zeiten bieten beispielsweise Müttern mit Kindern die einmalige Möglichkeit, ein umfangreiches und intensives Therapieprogramm in Anspruch zu nehmen und gleichzeitig „zu Hause zu bleiben“. Zudem können belastende Fragen aus dem sozialen Umfeld vermieden werden. Seit zwei Jahren ist die Tagesklinik zudem mit der Station vernetzt. Das heißt, dass Patienten, wenn nötig, erst stationär behandelt werden und dann in die Tagesklinik wechseln können.

„Unsere Erfahrungen zeigen, dass auch schwer beeinträchtigte Patienten in der Tagesklinik gut behandelt werden können“, berichtet Professorin Zeeck. „Die Kombination aus intensiver Therapie und kontinuierlicher Auseinandersetzung mit der Lebenssituation bringt für einige Patientengruppen wesentliche Vorteile mit sich.“

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