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Der Alzheimer-Demenz auf der Spur
(05.05.2011) Liegt Alzheimer-Demenz im Blut? Ein Forschungsvorhaben am Universitätsklinikum Freiburg wird mit rund 45.000 Euro von der Alzheimer Forschung Initiative e.V. unterstützt
Das Freiburger Forschungsprojekt könnte
die Diagnostik von Alzheimer erleichtern,
aber auch immuntherapeutische Ansätze
verbessern - wie etwa Impfungen
Foto: Fotolia
Etwa 1,2 Millionen Menschen leiden in Deutschland an einer Demenz – mit
steigender Tendenz. Der Grund: Das Risiko nimmt mit dem Alter zu. Weil
der Anteil älterer Menschen immer größer wird, ist mit einer Verdoppelung
innerhalb der nächsten 20 Jahre bei Demenzkranken zu rechnen. Die
häufigste Form der Demenzerkrankungen ist die Alzheimer-Demenz. Rund
70 Prozent aller Demenzen werden durch eine Alzheimer-Demenz
hervorgerufen.
Bei Alzheimer liegt ein Ungleichgewicht zwischen der
Entstehung und dem Abbau von Eiweißstoffen vor, die letztendlich in den
Plaques abgelagert werden. Zellen des körpereigenen zentralnervösen
Immunsystems, die im Knochenmark gebildet werden, sind an diesem
Prozess beteiligt und werden als Mikroglia bezeichnet. Diese
Knochenmarkszellen wandern bereits während der Gehirnentwicklung in
das Gehirn ein. Nahe Verwandte dieser Zellen finden sich aber auch im
Blut.
In seinem Forschungsvorhaben will Dr. Bernd L. Fiebich, Biologe in der
Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums
Freiburg, die Blutzellen von Alzheimer-PatientInnen mit Kontrollpersonen
vergleichen. Dabei werden neu entdeckte Steuerungselemente der
Genaktivierung, sogenannte miRNA, in ihrer ganzen Bandbreite durch eine
kürzlich entwickelte Technik gemessen.
Kontakt
Dr. Bernd L. Fiebich |
Differenzen in dem miRNA-Gehalt
in Blutzellen können auf eine spezifische Beeinträchtigung in bestimmten
Zelltypen bei Alzheimer-Patienten hinweisen. Unterschiede in dem miRNAGehalt
von Blutzellen wurden bereits überraschenderweise bei
verschiedenen Krebserkrankungen gefunden, wo ein Einsatz dieser
miRNA-Muster für diagnostische Verfahren erwogen wird. Neben
diagnostischen Zwecken können die Ergebnisse bei der Alzheimer-
Krankheit aber insbesondere zu der laufenden Entwicklung
immuntherapeutischer Ansätze wie beispielsweise Impfungen beitragen.
Das Forschungsvorhaben wird für ein Jahr von der Alzheimer Forschung
Initiative e.V. mit rund 45.000 Euro gefördert.














