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Pflege international
(4.9.2009) Der geplante Bachelorstudiengang Pflegewissenschaft am Freiburger Universitätsklinikum nimmt Form an. Internationaler Austausch ist da unabdingbar. Dass der Dialog auch transatlantisch funktioniert, beweist der Besuch von 15 amerikanischen Studierenden.
(re) Derzeit tagt der Pflegekongress „First international Seminar on Monitoring and Management of Emergency and Intensive Care“ in Shanghai zu dem Dr. Johanna Feuchtinger, Pflegewissenschaftlerin am Universitätsklinikum eingeladen wurde, um über die Weiterentwicklung der Pflege in diesem Bereich zu sprechen. Nicht nur daran zeigt sich, dass die Pflege längst international ist. Deutsche Pflegende hatten bisher Schwierigkeiten, eine akademische Erstausbildung im Rahmen eines Bachelorstudiums zu durchlaufen. Dagegen ist diese in vielen Ländern der Welt, neben der Erstausbildung an Schulen, bereits etabliert.
Seit zwei Jahren wird auch am Universitätsklinikum Freiburg gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät die Einführung eines Bachelorstudiengangs vorbereitet. „Wir haben bis hin zum Modulhandbuch alle notwendigen Schritte erledigt. Jetzt muss offiziell die Finanzierung bestätigt werden“, so Christa Müller-Fröhlich, von der Akademie für medizinische Berufe. Sie hat selbst einen Masterabschluss in Pflegewissenschaft. Käme der Studiengang, würden die Studierenden mit einem Bachelor in Pflegewissenschaft abschließen. Ein darauf aufbauendes Masterstudium beziehungsweise ein Promotionsstudium ist möglich. Die Berufsanerkennung in der Gesundheits- und Kranken- beziehungsweise Kinderkrankenpflege ist während des Bachelorstudiums eingeplant
Im nahe gelegenen Basel gibt es seit 2000 die Möglichkeit Pflegewissenschaft an der Medizinischen Fakultät zu studieren. „Wir stehen mit Basel in regem Austausch und planen später auch eine Zusammenarbeit im Rahmen des EUCOR Programms“, erklärt Müller-Fröhlich. Gemeinsam mit dem Basler Institut für Pflegewissenschaft wird in dieser Woche auch eine Gruppe von 15 amerikanischen Studierenden betreut. Die Studierenden der renommierten Nursing School an der University of Washington kommen nach Freiburg um für zwei Tage Einblick in die Arbeit mit älteren Menschen zu bekommen. Im Rahmen ihres Kurses Health and Aging – zu deutsch Gesundheit und Altern - besuchen die Amerikaner hier das Zentrum für Geriatrie und Gerontologie Freiburg (ZGGF), ambulante Pflegedienste, das Pflegenetz im Universitätsklinikum und weitere Pflegedienste in der Region, die Demenz-Wohngemeinschaft Woge, einen gemeinsamen Mittagstisch mit älteren Menschen im Heinrich-Hansjakob-Haus sowie das Seniorenbüro – Stadt Freiburg.
InfokastenInformationen zum geplanten Studiengang Pflegewissenschaft am Freiburger Universitätsklinikum finden Sie hier…
Kontakt:
Christa Müller-Fröhlich M.Sc. in Nursing
E-mail:christa.mueller-froehlich@uniklinik-freiburg.de |
„Wir haben es so organisiert, dass die Studierenden in kleinen Gruppen oder allein mit einer Fachperson, unterwegs sind. Daneben gibt es gemeinsame Veranstaltungen und eine abschließende Reflektion für alle“, beschreibt Müller-Fröhlich das Programm, das sie gemeinsam mit Dr. Johanna Feuchtinger, Leiterin der Stabstelle Qualität und Entwicklung in der Pflege organisiert hat. „Uns ist besonders für den geplanten Studiengang in Freiburg wichtig, internationale Kontakte und Netzwerke zu knüpfen, um diese dann auch den Studierenden anbieten zu können“, betont Müller Fröhlich. Der Besuch der amerikanischen Studierenden ist nur ein kleiner, aber transatlantischer Teil des Netzwerkens. „Es hat sich gezeigt, dass der internationale Austausch eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung einnimmt“.














