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FußchirurgieHallux Valgus (Korrektur Überbein) Die Hallux Valgus Operation bezeichnet eine Operation zur Korrektur des Großzehenballens. Das Ziel ist die Entfernung des kosmetisch störenden geröteten und schmerzhaften Überbeins an der Innenseite des Großzehengrundgelenks. Vielfach wird die Zehendeformität nur als kosmetisches Problem angesehen. Auf Grund der Fehlbelastung kommt es aber zur Überbeanspruchung des Gelenkes des großen Zehs und möglicherweise zum vorzeitigen Gelenkverschleiss. Auch können sich durch die veränderte Fußbelastung bei den Nachbarzehen Hammer- oder Krallenzehen entwickeln. Bei rechtzeitiger Operation kann eine gelenkerhaltende Korrektur durchgeführt werden.
Für eine Hallux Valgus Operation eignen sich Frauen und Männer die an dieser Fußdeformität erkrankt sind. Häufig bemerken die Patienten zuerst Ausbeulungen an den Schuhen oder dass die Schuhe nicht mehr gut passen. Heutzutage wird die Korrekturoperation frühzeitig, unabhängig vom Alter empfohlen. Langes, schmerzhaftes Abwarten zu dem früher öfter geraten wurde, wird heute nicht mehr empfohlen. Die Beratung Die Beratung für eine Hallux Valgus Operation besteht aus einer eingehenden Untersuchung Ihrer Füße, inklusive funktioneller Tests. Zusätzlich werden Fotografien gemacht und spezielle Röntgenbilder analysiert. Anhand der Untersuchungsergebnisse werden dann die verschiedenen möglichen Verfahren der Hallux Valgus Korrektur detailliert besprochen. Dann wird die Operation skizziert und das zu erwartende Ergebnis dargestellt.
Die Operation wird meistens in einem kurzen 2-3 tägigen stationären Aufenthalt durchgeführt. Sie kann nach Wunsch des Patienten in regionaler Betäubung oder Vollnarkose durchgeführt werden. Die Operation gliedert sich in zwei Teile. Eine knöcherne Achskorrektur sowie eine Weichteiloperation. Bei der knöchernen Achskorrektur wird in den meisten Fällen das Mittelfußköpfchen so verlagert, dass es zu einer Verschmälerung des so genannten Spreizfußes kommt. Der Weichteileingriff fördert durch Kapsel-, Muskel- und Sehnenverlagerung eine dauerhafte Geradestellung der Großzehe.
In den ersten 1-2 Tagen nach der Operation sollte der Fuß vermehrt hoch gelagert und gekühlt werden. Eine Gipsruhigstellung oder ein sonstiger fixierender Verband ist nicht erforderlich. Unmittelbar nach der Operation wird für die Dauer von ca. vier Wochen ein spezieller Schuh mit einer starren Sohle getragen, der bereits vor der Operation angepasst wird. Mit diesem Schuh darf der Patient sofort aufstehen und voll belasten. Gehstützen sind somit nicht mehr erforderlich. Die Fäden werden nach 10-14 Tagen entfernt. Die Narben sind knapp 3cm lang und kaum sichtbar. Gelegentlich auftretende leichte Schwellungszustände können durch Hochlagerung, Zehengymnastik und in Einzelfällen durch Lymphdrainage schnell behoben werden. Die uneingeschränkte Belastbarkeit, sodass jegliche Sportart ausgeführt werden kann, besteht bereits nach 8-10 Wochen.
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