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AG Zwangsstörungen

Leitung: Dr. Anne Katrin Külz   anne.katrin.kuelz@uniklinik-freiburg.de
  in Kooperation mit Prof. Dr. Ulrich Voderholzer, Ärztlicher Direktor Medizinisch-Psychosomatische Klinik Roseneck in Prien am Chiemsee
Weitere Mitarbeiter: Dr. Karsten Böhm
Dr. Tobias Freyer
Dipl. Psych. Nirmal Herbst
Dr. Ellen Knauss
Cand. med. Martina Krämer
Dr. Ulrich Lamla
Dr. Anne Lumpp
Dr. Dipl. Psych. Silke Maier
Dr. Anna Milkereit
Cand. med. Kerstin Müller
Cand. med. Hannah Rausch
Cand. med. Johanna Reiß
Dipl. Psych. Nicola Stelzer
Cand. med. Anna Wolburg
karsten.boehm@uniklinik-freiburg.de
tobias.freyer@uniklinik-freiburg.de
nirmal.herbst@uniklinik-freiburg.de
ellen.knauss@uniklinik-freiburg.de
kraemer.martina@yahoo.de
ulrich.lamla@uniklinik-freiburg.de
anne.lumpp@uniklinik-freiburg.de
silke.maier@uniklinik-freiburg.de
anna.milkereit@uniklinik-freiburg.de
kerstin.mueller@uniklinik-freiburg.de
hannah.rausch@uniklinik-freiburg.de
johanna.reiss@uniklinik-freiburg.de
nicola.stelzer@uniklinik-freiburg.de
anna.wolburg@uniklinik-freiburg.de

Hauptziele der Forschung

Zwangserkrankungen sind durch unfreiwillige, immer wiederkehrende aufdringliche Gedanken und/oder ritualisierte, repetitive Verhaltensweisen gekennzeichnet. Mit einer Lebenszeitprävalenz von 2% sind sie zu den häufigen psychischen Erkrankungen zu rechnen. Der enorme Leidensdruck, dem Zwangspatienten ausgesetzt sind sowie die sozioökonomische Bedeutung dieser Erkrankung erfordern den Einsatz effektiver Behandlungsmethoden und eine hohe Aktivität im Bereich von Grundlagen-, Klinischer und Versorgungsforschung. Die Forschungstätigkeiten der AG Zwang umfassen ein dementsprechend weites Spektrum. Ein Schwerpunkt lag in den vergangenen Jahren auf der Identifizierung neurobiologischer und neuropsychologischer Korrelate der Zwangserkrankung. Hierbei wurden bislang eine Reihe biologischer Marker dieser Erkrankung sowie Kennzeichen der Therapieresponse überprüft. Außerdem werden systematische Erhebungen zur störungsspezifischen Behandlung von Zwangserkrankungen sowohl aus Patientensicht als auch aus Sicht der Behandler durchgeführt. Weiterhin findet eine Untersuchung zu den verschiedenen intrapsychischen und interpersonellen Funktionalitäten statt, die Zwänge im Alltag der Betroffenen haben können. Derzeit wird außerdem ein internetbasiertes Therapieprogramm zur Behandlung von Zwangserkrankungen entwickelt.

Laufende Forschungsprojekte

  • Pilotstudie zum ergänzenden Einsatz von Schematherapie bei Zwangsstörungen
  • Internettherapie bei Zwangsstörungen – Entwicklung, Akzeptanz und Hinweise auf Wirksamkeit
  • Differentielle Erfassung von "Schemata" nach Jeffrey Young und Traumatisierungen bei Zwangsstörungen, Essstörungen und Somatoformen Störungen
  • Nationale Befragung zur Versorgungssituation bei Zwangsstörungen
  • Tiefe Hirnstimulation als neuartiges Verfahren in der Behandlung von Zwängen
  • Traumatisierung und Dissoziationsneigung bei Zwangserkrankten
  • Subjektive Wirkfaktoren der stationären Behandlung von Zwangsstörungen
  • Funktionalitäten von Zwangsstörungen
  • Auswirkungen von Verantwortlichkeitserleben auf neuropsychologische Testleistungen und Gehirnaktivität
  • Anwendung von EMDR in der Therapie von Zwangsstörungen

Abgeschlossene Forschungsprojekte

  • DFG-Projekt: Zwangsstörungen - Neurobiologische Prädiktoren und Korrelate kognitiver Verhaltenstherapie (Bildgebende Verfahren, serotonerger Stimulationtest, Neuropsychologische Testbatterie)
  • Traumerinnerungen bei Patienten mit Zwangstörungen im Rahmen einer stationären Verhaltenstherapie mit Reizkonfrontation
  • Versorgungsforschung: Anwendung störungsspezifischer Verfahren bei Zwängen
  • Voxelbasierte Morphometrie und NMR-Spektroskopie bei Patienten mit Zwangsstörungen vor und nach einer kognitiven Verhaltenstherapie bei Zwangsstörungen. Eine bizentrische Studie
  • Reversal Learning bei Patienten mit Zwangsstörungen und bei gesunden Erwachsenen: eine fMRT-Studie
  • Emotionsregulation und Extinktionslernen bei Patienten mit Zwangsstörungen. Eine funktionelle Magnetresonanztomographie-Studie

Ausgewählte Publikationen

  • Külz AK, Lumpp A, Herbst N, Stelzer N, Förstner U, Voderholzer U: Welche Funktionen erfüllen Zwangssymptome? Ergebnisse einer Analyse im stationären Behandlungssetting. Verhaltenstherapie, im Druck.
  • Freyer T, Klöppel S, Tüscher O, Kordon A, Zurowski B, Kuelz AK, Speck O, Glauche V, Voderholzer U: Fronto-striatal activation in patients with obsessive-compulsive disorder before ande after cognitive behavioral therapy. Psychological Medicine, im Druck.
  • U. Voderholzer, A. K. Külz: Störungsorientierte Psychotherapie der Zwangsstörungen. In: Arolt V, Kersting A (Hrsg.): Psychotherapie in der Psychiatrie. Springer, Heidelberg, 2009.
  • Külz, A.K., Hassenpflug, K., Riemann, D., Linster, H.W., Dornberg, M., Voderholzer, U.: Ambulante psychotherapeutische Versorgung bei Zwangserkrankungen. Psychotherapie, Psychosomatik und medizinische Psychologie, im Druck.
  • Külz, A.K., Voderholzer, U.(2009): In der Endlosschleife. Zur Neurobiologie von Zwangsstörungen. Gehirn und Geist 5, 44-50.
  • Böhm K, Förstner U, Külz AK, Voderholzer U (2008) Versorgungsrealität der Zwangsstörungen: Werden Expositionsverfahren eingesetzt? Verhaltenstherapie 18: 18-24
  • Külz AK, Meinzer S, Kopasz M, Voderholzer U (2008) Effects of tryptophan depletion on cognitive functioning, obsessive-compulsive symptoms and mood in obsessive-compulsive disorder.Neuropsychobiology 56: 127-131.
  • Valerius G, Lumpp A, Kuelz AK, Freyer T, Voderholzer U. (2008) Reversal learning as a neuropsychological indicator for the neuropathology of obsessive compulsive disorder? A behavioural study. J Neuropsychiat Clin Neurosci 20: 210 - 218.
  • Voderholzer U, & Hohagen F. (2008) Therapie psychischer Erkrankungen. State of the Art. Elsevier/Urban & Fischer-Verlag, 4. Auflage
  • Voderholzer, A.K. Külz (2007): Zwangsstörungen. Psychiatry and Psychotherapy up2date 1, 45-57.
  • U. Voderholzer, A.K. Külz: Zwangsstörungen. In: Berger M., Domschke W., Hohenberger W., Meinertz T., Possinger K. und Reinhardt D. (Hrsg.): Therapie-Handbuch. Urban & Fischer, München, 2007.
  • Külz A, Hohagen F, Voderholzer U (2004). Neuropsychological performance in obsessive-compulsive disorder: a critical review. Biological Psychology 65: 185-236.
  • Berger M, Voderholzer U, Hohagen F (2000) Obsessive-compulsive disorder: an underestimated disorder. In: Maj E, Sartorius N, Okasha A, Zohar J (Hrsg.) WPA Series Evidence and Experience in Psychiatry Volume 4, pp 297-299.

Links

Station 6

Spezialsprechstunde für Zwangsstörungen

Deutsche Gesellschaft Zwangserkrankungen e.V. (http://www.zwaenge.de)

Deutsche Gesellschaft Zwangserkrankungen e.V. Regionalbeauftragter Bayern (http://www.zwaenge-bayern.de)

unterer Abschluss
Impressum