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Therapie von Schlafstörungen

In unserer Abteilung wird von ärztlichen und psychologischen Mitarbeitern der schlafmedizinischen Station ein breites Spektrum an therapeutischen Strategien eingesetzt, um Schlafstörungen zu behandeln. Bei der Behandlung der Insomnien dominieren dabei kognitiv-verhaltenstherapeutische Methoden. Im Rahmen unseres Gruppentrainings für schlafgestörte Patienten bieten wir eine über 6 Wochen laufende Behandung mit einem einmal wöchentlich stattfindenden Treffen von 90 Minuten Dauer an. Im Rahmen dieser Gruppenbehandlung, die in erster Linie für Patienten mit so genannter nicht organischer/ primärer Insomnie geeignet ist, werden Entspannungstechniken (Muskelentspannung nach Jacobson), kognitive Entspannungsmethoden (Ruhebild nach Lazarus), Regeln zur Schlafhygiene und zur Schlaf-Wach-Rhythmusstrukturierung sowie kognitive Techniken zur Reduktion nächtlicher Grübeleien besprochen. Dabei handelt es sich um seit mehr als zwei Jahrzehnten bewährte kognitiv-verhaltenstherapeutische Methoden der Insomniebehandlung. In einer eigenen Untersuchung konnten wir z.B. feststellen, dass die Effekte einer solchen kurzfristig angelegten Therapie auch noch 3 Jahre nach Beendigung der Therapie nachweisbar waren. Unter Umständen kann die Therapie auch im Einzelsetting durchgeführt werden. Zudem werden bei Patienten mit chronisch therapierefraktären Insomnien gegebenenfalls auch längerfristige verhaltenstherapeutische Interventionen eingesetzt.

Neben der psychotherapeutischen Behandlung kommen auch pharmakologische Therapiestrategien, vor allem bei den chronisch therapierefraktären Insomniepatienten zum Einsatz, insbesondere Medikamente aus der Substanzklasse der sedierenden Antidepressiva, zum Beispiel Trimipramin, Doxepin oder Mirtazapin.

Patienten mit einem so genannten Restless legs-Syndrom, d.h. einer quälenden nächtlichen Beinunruhe, werden in der Regel in der Ambulanz pharmakologisch behandelt. Hierbei kommen v.a. Substanzen zum Einsatz, die an den Dopaminrezeptoren des Gehirns wirken. Zudem wird eine Gruppenbehandlung zu Strategien im Umgang mit der Erkrankung angeboten. Patienten mit einer Hypersomnie, zum Beispiel einer Narkolepsie oder einer primären Hypersomnie, werden in der Regel kombiniert pharmakologisch und psychotherapeutisch behandelt. Eine standardisierte Gruppenbehandlung wird dabei nicht durchgeführt.


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