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Therapie von Zwangsstörungen
Unsere Klinik verfügt über eine Spezialambulanz für Zwangsstörungen sowie über eine Spezialstation zur stationären Behandlung von Zwangsstörungen.
Im Rahmen der Spezialambulanz für Zwangsstörungen wird ein ausführliches Beratungsgespräch durchgeführt und eine konkrete Therapieempfehlung erteilt. Eine Vorstellung in dieser Ambulanz ist Voraussetzung für eine stationäre Aufnahme.
Die Station 6 hat derzeit 12 Betten, wovon 9 für Patienten mit Zwangsstörungen vorgesehen sind. Die Hauptmethode der Behandlung ist die kognitive Verhaltenstherapie mit Expositionsübungen und Reaktionsverhinderung. Diese Therapie ist eingebettet in ein multimodales Behandlungskonzept, zu dem folgende Elemente zählen:
- Psychotherapeutische Einzelgespräche
- Bezugspflegesystem
- Therapeutenbegleitetes Expositionstraining, graduiertes Vorgehen
- Zwangsinformationsgruppe
- Soziales Kompetenztraining in der Gruppe
- Ergo- und Gestaltungstherapie
- Sport-, Bewegungs- und Tanztherapie
- Sozialpsychiatrische Beratung
- Musiktherapie
- Entspannungstraining nach Jacobson
- Pharmakotherapie
Falls durch die Zwangserkrankung die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt ist oder sogar eine Arbeitsunfähigkeit besteht, ist es das Ziel, die berufliche Integration durch Arbeitsversuche bzw. andere Maßnahmen des beruflichen Wiedereinstiegs zu fördern.
Darüber hinaus werden verschiedene Forschungsprojekte durchgeführt, um Ursachen der Zwangsstörungen und Einflußfaktoren auf die Therapieergebnisse zu erforschen und Behandlungsmethoden zu verbessern.
Das multiprofessionelle Team setzt sich zusammen aus Ärzten, Psychologen, Pflegepersonal, Ergotherapeuten, Musiktherapeuten, Körpertherapeuten und Sozialarbeiterin.
Leider ist wegen der Vielzahl der Anmeldungen teilweise mit Wartezeiten von mehreren Monaten für eine Aufnahme zu rechnen.
Prof. Dr. med. Ulrich Voderholzer
Dr. med. Ulrich Lamla
Elisabeth Müller, Stationsleitung





