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Station 8 (Schwerpunkt: Persönlichkeitsstörungen und Krisenintervention)

Die Station 8 ist eine offene, gemischt-geschlechtlich belegte Station. Der Schwerpunkt der Behandlung gliedert sich in die Teilbereiche "Borderline-Persönlichkeitsstörungen", "affektive Störungen" und "Krisenintervention". Die Therapie affektiver Erkrankungen erfolgt in der Regel in einer Kombinationsbehandlung aus Verhaltenstherapie und Psychopharmakotherapie.

1995 wurde auf der Station 8 ein Modellprojekt etabliert, das sich an den Richtlinien der "Dialektisch-Behavioralen Psychotherapie" von Borderline-Störungen nach M. Linehan (DBT) orientiert. Diese Behandlung gilt als störungsspezifische Therapie suizidaler und selbstschädigender Patienten.

Die Krisenintervention umfaßt neben rascher Diagnostik intrapsychischer oder interaktioneller Auslösefaktoren die Vermittlung von Möglichkeiten zur Problemlösung und pragmatische Hilfe bei deren Bewältigung im sozialen Umfeld. In der Regel erfolgt die rasche Vermittlung einer ambulanten psychotherapeutischen Unterstützung.

Die drei Hauptschwerpunkte des Stationskonzeptes verlangen vom Pflegepersonal eine differenzierte Arbeitsweise bezüglich Patienten und deren Krankheitsbilder, sowie eine hohe Flexibilität im stationären Setting. Die Integration der Patienten auf Station erfolgt mittels eines Bezugspflegesystems. Dazu gehört aktive Teilnahme am Aufnahmegespräch, Pflegeanamnese und regelmäßige Bezugspflegegespräche. Die Pflege orientiert sich an den Ressourcen der Patienten und beteiligt Patienten aktiv an Ihrer Pflegeplanung.

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