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Berufsbezogene stationsübergreifende Angebote

Kognitives Training

Vorrangige Ziele des kognitiven Trainings sind wie folgt:

  • Wiederaufbau und Förderung der kognitiven Leistungsfähigkeit hinsichtlich Konzentration, Gedächtnis, Aufmerksamkeit, logischem Denken, Wahrnehmung etc.
  • Etablierung und Training kognitiver Arbeitsstrukturen, Leistungstechniken und Lösungsstrategien

Mit den Ergebnissen können Aussagen über die kognitive Leistungsfähigkeit, beispielsweise für das Bürotraining oder für einen Arbeitsversuch gemacht werden. Hauptsächlich wird das kognitive Training am PC durchgeführt, bei Bedarf aber auch als Einzeltherapie mit konventionellen Mitteln.

Belastungstraining

Das Belastungstraining bietet die Möglichkeit einer Abklärung der allgemeinen Belastungsfähigkeit im Computer- und handwerklichen Bereich; es dient der Berufsfindung und der Vorbereitung auf anstehende Arbeitsversuche.

Eine Differenzierung der einzelnen Belastungstrainingsangebote erfolgt durch die materialspezifischen Unterschiede bzw. durch die genutzten Mittel.

Mit dem Patienten wird gemeinsam die Grundarbeitsfähigkeit, wie z.B. Konzentration, Ausdauer, Sorgfalt etc. beobachtet, reflektiert und Verbesserungsmöglichkeiten beübt. Die Vorgehensweise ist hierbei für die drei Bereiche Bürotraining, Holz- bzw. Tonwerkstatt gleich. Anhand eines Stufenmodells werden Teilziele mit dem Patienten erarbeitet, welche von Stufe zu Stufe gesteigert werden.

a) Eingangsstufe:
Begonnen wird üblicherweise mit der Eingangsstufe. Hier erfolgt zuerst eine Klärung des Leistungsstatus des Patienten und Beobachtungen zu dessen kognitiven und instrumentellen Fähigkeiten.

b) Aufbaustufe:
Anschließend folgt die Aufbaustufe. Basierend auf den gemachten Er-fahrungen der vorangegangenen Therapieeinheiten, wird die zeitliche Belastung gesteigert. Außerdem werden Selbständigkeit, logisches Denken, geistige Flexibilität und die Entwicklung von individuellen Arbeits- und Lernstrategien stärker gewichtet.

c) Routinestufe:
Als abschließende Sequenz innerhalb der therapeutischen Intervention folgt die Routinestufe. Das weitgehend selbständige Handeln des Patienten steht hier im Vordergrund. Die eigenverantwortliche Mitgestaltung von Arbeitsabläufen, die Verteilung, Planung und Einteilung von Auftragsarbeiten dient der intensiven Vorbereitung auf einen Arbeitsversuch oder den Wiedereinstieg in eine beruflich Tätigkeit.

   

Bürotraining
Im Rahmen eines Stufenprogramms werden Patienten an die wesentlichen Aufgaben heutiger Computerarbeit herangeführt, bzw. bereits vorhandene Fähigkeiten auf diesem Gebiet trainiert. Die Arbeit mit Computern fordert Konzentrationsfähigkeit, Exaktheit, Zuverlässigkeit und die Fähigkeit, komplizierte und abstrakte Anweisungen erfassen und umsetzen zu können.

  • für Patienten, für die eine Abklärung des Leistungsvermögens notwendig ist und die eines Trainings der Grundarbeitsfähigkeiten (Konzentration, Ausdauer etc.) bedürfen.
  • für Patienten, deren berufliche Tätigkeit überwiegend PC-Arbeit erfordert, die sich in bestimmte Programme einarbeiten müssen, die sich am weiterbilden wollen.
  • für Patienten ohne Berufsausbildung (z. B. Schulabgänger, Studenten, Umschüler), die sich für Büroberufe bzw. Computerarbeit interessieren bzw. gezielt eine Ausbildung anstreben.

Holzwerkstatt
Zu Beginn sollen anhand einfacher Aufgaben Grundkenntnisse in der Holzbearbeitung erworben werden. Im weiteren Verlauf können im Rahmen eines Belastungstrainings Grundarbeitsfähigkeiten wie Ausdauer, Konzentration, Pünktlichkeit und zeitliche Belastbarkeit aber auch das Bewältigen von komplexeren Aufgaben anhand von Vorlagen trainiert werden. Patienten, die zeitlich oder inhaltliche durch dieses Programms überfordert sind, können in der Eingangsstufe beginnen. Hier lassen sich auch individuelle Zielsetzungen für Patienten, bei denen das Belastungstraining nicht im Mittelpunkt steht, berücksichtigen.

Tonwerkstatt

   
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