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"Zwänge aktiv konfrontieren"
Internettherapie für Zwangserkrankungen


 Willkommen  Zwänge  Behandlung  Studie
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Was ist der Hintergrund unseres Behandlungsangebots?

Zwänge verursachen massives Leiden und gehen oft mit starken Scham- oder Schuldgefühlen einher. Eine ungünstige Mixtur – vielen Betroffenen fällt es schwer, Hilfe aufzusuchen. Haben sie sich für eine Behandlung entschieden, müssen sie häufig lange Wartezeiten für einen Therapieplatz in Kauf nehmen. Dadurch erhalten Menschen mit einer Zwangserkrankung häufig keine optimale Behandlung, auch wenn prinzipiell wirkungsvolle verhaltenstherapeutische Maßnahmen zur Verfügung stehen.

Was ist unser Behandlungsangebot?

Vor diesem Hintergrund haben wir unser internetbasiertes Therapieprogramm für Zwangserkrankungen „Zwänge aktiv konfrontieren“ (ZAK) eingerichtet und überprüfen es wissenschaftlich. ZAK richtet sich an Menschen zwischen 18 und 65 Jahren, die momentan an einer Zwangserkrankung leiden und die weder aktuell in Psychotherapie sind, noch in den letzten 5 Jahren eine Psychotherapie mit Expositionsübungen erhalten haben.

Die Behandlung folgt einem wissenschaftlich gesicherten Vorgehen und wird in Form einer protokollbasierten, internetgestützten Schreibtherapie durchgeführt. Protokollbasiert heißt, dass die Behandlung auf einem wissenschaftlich überprüften Modell beruht und in einer festgelegten Abfolge verläuft. Die therapeutischen „Gespräche“ erfolgen in schriftlicher Form und ausschließlich über das Internet. Die Behandlung ist auf eine Dauer von acht Wochen ausgelegt.

Wie sieht die Behandlung im Rahmen von „Zwänge aktiv konfrontieren“ aus?

Die Behandlung vereint Bausteine aus der Behandlung von Zwängen, die wirksam sind. Ein bedeutender Fokus liegt auf der Vorbereitung und Durchführung der so genannten Reizkonfrontation mit Reaktionsmanagement („Exposition“), einer Methode, die laut wissenschaftlichen Untersuchungen effektiv ist und von Experten empfohlen wird.

Sollten Sie sich für die Behandlung interessieren und an „Zwänge aktiv konfrontieren“ teilnehmen, würden Sie in diesem Rahmen Übungen durchführen und 15 Texte schreiben. Im Rahmen der 8-wöchigen Behandlung sind das also zwei Texte pro Woche, jeweils für 45 Minuten. An welchen Tagen und zu welchen Zeiten Sie die Texte schreiben, können Sie selbst planen. Nach den einzelnen Texten erhalten Sie vom Therapeuten eine persönliche Rückmeldung sowie individuelle Instruktionen für die darauf folgenden Texte. Sollten zwischen den Texten Fragen oder Probleme technischer oder inhaltlicher Art auftauchen, können diese jederzeit über das Internet oder telefonisch beantwortet werden.

Alle behandelnden TherapeutInnen sind ausgebildete klinische Diplom-PsychologInnen, die speziell in der Anwendung dieses therapeutischen Ansatzes geschult wurden und Erfahrungen in der Arbeit mit Zwangserkrankungen haben.

Anhand von Fragebögen werden die Effekte der Behandlung gemessen. Für die wissenschaftliche Auswertung werden alle Daten anonymisiert, so dass keine Rückschlüsse auf Sie möglich sind.

Die Behandlung besteht aus drei Phasen:

  • In der ersten Phase geht es darum, sich ein möglichst umfassendes Bild der Zwangssymptome, sowie damit verbundener Gedanken, Gefühle und daraus resultierender Konsequenzen zu machen.
  • Die zweite Phase widmet sich der eigentlichen Behandlung und ist verbunden mit zuvor intensiv vorbereiteten Übungen. Diese werden anschließend ausführlich besprochen und es werden alternative Verhaltensweisen erarbeitet und ausprobiert.
  • Die dritte Phase umfasst eine Rückschau auf das bisher Erarbeitete und gibt Unterstützung zur praktischen Umsetzung des Gelernten in den Alltag. Ein Blick „hinter die Kulissen“ des Zwangs und die Erarbeitung von Strategien zur Rückfallvorsorge beendet die Behandlung.

Ist die Teilnahme kostenlos?

Die Behandlung ist im Rahmen unserer Studie für eine begrenzte Anzahl an Betroffenen möglich und kostenlos. Sie wird speziell für Menschen mit einer Zwangserkrankung angeboten. Für wen die Behandlung in Frage kommt und wie Sie sich anmelden können, erfahren Sie hier.

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