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"Zwänge aktiv konfrontieren"
Internettherapie für Zwangserkrankungen


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Wer steht hinter der Studie und was ist das Ziel?

Die Studie wird am Universitätsklinikum Freiburg unter der Leitung von Dr. Anne Katrin Külz und Dipl.-Psych. Nirmal Herbst in Kooperation mit Prof. Dr. Ulrich Voderholzer von der Schön Klinik Roseneck in Prien am Chiemsee und Prof. Dr. Christine Knaevelsrud von der Freien Universität Berlin durchgeführt. Die Studie wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und wurde von der Ethikkommission des Universitätsklinikums Freiburg bewilligt. Ziel dieser Studie ist, die Akzeptanz und Wirksamkeit der internetbasierten Schreibtherapie für Zwangserkrankungen zu untersuchen.

Zur wissenschaftlichen Begleitung und Auswertung füllen die TeilnehmerInnen vor und nach der Behandlung, sowie 2 und 6 Monate im Anschluss Fragebögen aus und werden telefonisch für kurze Interviews kontaktiert. Die anonym ausgewerteten Antworten werden verglichen und statistisch analysiert, um so die Wirksamkeit dieses therapeutischen Ansatzes feststellen zu können. Außerdem wird erfragt, wie die TeilnehmerInnen die Behandlung und die Tatsache, dass diese über das Internet stattfand, empfunden haben.Fragebögen aus und weren

Wissenschaftlicher Hintergrund…

…der Behandlung von Zwängen

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass mit der Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) mit Reizkonfrontation und Reaktionsmanagement („Exposition“) eine effektive und wirksame Behandlung existiert, die auch von Patienten als hilfreich wahrgenommen wird. Etwa 60-80% der Betroffenen erzielen hierdurch eine Besserung.
Die Verhaltenstherapie setzt direkt an den Problemen der Betroffenen an – hier also an den Zwängen. PatientIn und TherapeutIn erarbeiten aktiv gangbare Handlungsalternativen, probieren und trainieren sie anschließend in Übungen. In der Verhaltenstherapie wird die Entstehung von Zwangserkrankungen als ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren verstanden. Die Persönlichkeit eines Menschen sowie die individuelle Lerngeschichte und auch das persönlich-soziale Umfeld spielen dabei eine Rolle.

…der Internettherapie

Das Internet bietet Menschen die Möglichkeit, von zuhause psychologische Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Für manche Personen ist es leichter, ohne direkten Sichtkontakt zu einer anderen Person über persönliche Probleme zu sprechen. Trotz der räumlichen Distanz kann die Person ihre Zwänge in Begleitung eines persönlichen Therapeuten verarbeiten.
Die Nutzung des Internets als Kommunikationsplattform für eine Therapie hat sich in den letzten Jahren als wirkungsvoll für die Behandlung von psychischen Erkrankungen erwiesen. In den Niederlanden ist diese Form der Behandlung in die gesundheitliche Regelversorgung mit aufgenommen worden und wird von den Krankenkassen bezahlt. Bisher sind über hundert Publikationen über die internetbasierte Schreibtherapie erschienen. Aus den bisherigen Forschungsergebnissen wurde deutlich, dass es sich hierbei um eine effektive Behandlungsform handelt.

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