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Pleuramesotheliom
Inhaltsübersicht
- Was ist ein Pleuramesotheliom?
- Welche Symptome (Krankheitszeichen) gibt es bei Pleuramesotheliomen?
- Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?
- Welche Voraussetzungen müssen für eine Operation gegeben sein?
- Wer behandelt Patienten mit Pleuramesotheliom?
Was ist ein Pleuramesotheliom?
Das Pleuramesotheliom ist ein bösartiger Tumor des Rippenfells. Die Häufigkeit in Deutschland beträgt 1,1 pro 100.000 Einwohner. Es wird geschätzt, dass die Häufigkeit sich innerhalb der nächsten 20 Jahre verdoppelt, wobei der Gipfel der zu erwartenden Mesotheliomfälle schätzungsweise für das Jahr 2020 zu erwarten ist. Bei 70 - 80 % aller Mesotheliomerkrankungen findet sich ein beruflicher Asbestkontakt, wobei Männer mit 80 % viermal häufiger als Frauen betroffen sind.
Welche Symptome (Krankheitszeichen) gibt es bei Pleuramesotheliomen?
Das Pleuramesotheliom macht sich am häufigsten durch Atemnot, Brustwandschmerzen, Hustenreiz, Abgeschlagenheit und Gewichtsverlust bemerkbar. Ein einseitiger Pleuraerguss sollte differentialdiagnostisch stets an ein Pleuramesotheliom denken lassen, besonders wenn ein Asbestkontakt vorgelegen hat.
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Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?
Nach der Diagnose eines Pleuramesothelioms stellt sich die Frage, welche therapeutischen Möglichkeiten zur Anwendung kommen sollten. Hierbei muss prinzipiell zwischen einem lindernden (palliativen) und heilenden (kurativen) Ansatz unterschieden werden, der sich nach dem Tumorstadium und dem körperlichen Zustand des Patienten richtet. Chemotherapie alleine ermöglicht eine Lebensverlängerung und einen längeren Erhalt der Lebensqualität sodass sie eine deutliche Linderung bringt. Des Weiteren kann ein wiederholtes Auftreten von Pleuraergüssen beim Pleuramesotheliom effektiv mittels einer operativen Verklebung der Rippenfellblätter therapiert werden (Talkumpleurodese).
Welche Voraussetzungen müssen für eine Operation gegeben sein?
Die Möglichkeit einer heilenden Therapie ist hauptsächlich vom Tumorstadium, dem Tumortyp und dem körperlichen Zustand des Patienten abhängig. Bei Vorliegen eines "epitheloiden" Tumortyps und bei gleichzeitiger resektabler Tumorausdehnung sowie bei fehlendem Anhalt für Lymphknotenabsiedelungen der Gegenseite oder Fernabsiedelungen ist eine Therapie in heilender Absicht möglich. Bei uneingeschränkter Operabilität wird zuerst eine Chemotherapie, gefolgt von einer radikalen Operation und anschließender Strahlentherapie empfohlen. Wenn die Lungenfunktion des Patienten eine radikale Operation nicht erlaubt, so besteht die Möglichkeit einer Reduktion der Tumormassen in Kombination mit einer Chemotherapie und Strahlentherapie.
Wenn Patienten zusätzlich zur lungenfunktionellen Einschränkung noch Einschränkungen der Herzfunktion haben, so wird eine lindernde Therapie empfohlen. Auch bei nicht epitheloiden Pleuramesotheliomen oder einer nicht resektabler Tumorausdehnung oder einem ausgeprägten Lymphknotenbefall oder bei Nachweis von Fernmetastasen sowie wenn aus funktionellen Gründen kein tumorresezierender Eingriff möglich ist, besteht die Indikation zur lindernden Therapie. Wenn ein Pleuraerguss vorliegt, so wird zunächst eine Verklebung der Rippenfellblätter therapiert werden (Talkumpleurodese) empfohlen. Die Drainageneintrittsstellen sollten anschließend bestrahlt werden, um ein lokales Wachstum entlang dieser Eintrittspforten zu verhindern. Nach Abschluss der Pleurodese besteht die Notwednigkeit einer lindernden Chemotherapie. Bei Patienten ohne Pleuraerguss wird ebenfalls eine lindernde Chemotherapie empfohlen.
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Wer behandelt Patienten mit Pleuramesotheliom?
Die Behandlung von Patienten mit Pleuramesotheliom erfordert die Zusammenarbeit von verschiedenen Fachärzten. Dazu zählen neben dem Hausarzt und Thoraxchirugen spezielle Ärzte, die sich mit Tumorerkrankungen beschäftigen (Fachärzte für Hämatologie/Onkologie sowie Fachärzte für Strahlenheilkunde). Wenn eine Operation bei Pleuramesotheliom erwogen wird, sollte die Operation ausschließlich an hierauf spezialisierten Thoraxchirurgischen Zentren vorgenommen werden da hier ein reibungslose Zusammenarbeit mit anderen Fachärzten möglich ist und die notwendige Erfahrung bezüglich der Operationstechnik vorliegt.
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Letzte Aktualisierung: 5. Dezember 2011 / webmaster |





