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Lungenschonende Chirurgie

Begriff

Unter lungenschonender Chirurgie versteht man die Entfernung der tumortragenden Lungenanteile insbesondere der Bronchien. Bei dieser Technik werden nur das tumortragende Lungenparenchym sowie die Abschnitte des Bronchus, die tumorinfiltriert sind, entfernt. Diese Operationstechnik erspart die Entfernung der gesamten Lunge.

Prinzip

Für die lungenschonende Chirurgie kommen Bronchialkarzinome in Frage, die in der präoperativen Diagnostik im CT den zentralen Lappen oder Segmentbronchus und in der Endoskopie den zentralen Bronchus infiltrieren. Nach Entfernung des tumortragenden Lungenanteils wird der tumorinfiltrierte Bronchus sparsam herausgeschnitten. Eine intraoperativ durchgeführte histologische Untersuchung der Bronchusränder garantiert die Tumorfreiheit. Es erfolgt dann die Verbindung der verbleibenden Bronchusnähte durch Naht. Mit dieser Operationstechnik kann eine sonst um der Radikalität willen notwendige Entfernung der gesamten Lunge vermieden werden.

Wie sieht die weitere Behandlung aus?

Am ersten postoperativen Tag führen wir eine bronchoskopische Kontrolle der Nahtstelle auf Dichtigkeit durch. Danach ist eine intensive atemgymnastische Übungsbehandlung notwendig, weil die Nahtstelle häufig etwas schwillt und sich eine Sekretretention einstellen kann. Der stationäre Aufenthalt ist durch das lungenschonende Operationsverfahren nicht verlängert.

Wie sind die Resultate?

Bei der lungenschonenden Operationstechnik wird eine aus onkologischer Sicht radikale Operation mit Entfernung des gesamten Tumors durchgeführt. Die Lokalrezidiv-Rate ist nicht erhöht durch die Operation. Das lungenfunktionelle Ergebnis ist durch die Erhaltung von Restlunge auf der operierten Seite natürlich deutlich besser. Wann immer wir die Möglichkeit zur lungensparenden Operation beim Bronchialkarzinom sehen, wird sie auch angestrebt.

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