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Lungentransplantation

  • Einleitung
  • Das Freiburger Programm
  • Potentielle Kandidaten für eine Lungentransplantation
  • Wartezeit
  • Ablauf einer Lungentransplantation
  • Nach erfolgreicher Lungentransplantation
  • Statistik
  • Ansprechpartner
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Flyer zum Download
(pdf)


Einleitung

Die Lungentransplantation stellt eine Behandlungsoption für Patienten mit fortgeschrittenen Lungenerkrankungen wie Mukoviszidose, Lungenfibrose, Emphysem/COPD und in seltenen Fällen pulmonale Hypertonie, Lymphangioleiomyomatose oder Sarkoidose dar. Eine Indikation zur Transplantation wird dabei dann gestellt, wenn konservative Behandlungsmaßnahmen nicht mehr weiter erfolgversprechend sind oder nicht existieren und die Lebensqualität des Patienten erheblich eingeschränkt ist.

A zeigt eine Lungenfibrose
vor der Transplantation.
B zeigt die implantierte Spenderlunge
3 Monate nach Transplantation.

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Das Freiburger Programm

Seit 2003 werden regelmäßig Lungentransplantationen am Universitätsklinikum Freiburg durchgeführt. Freiburg ist damit das einzige Zentrum in Baden-Württemberg. Es wird eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Thoraxchirurgen, Herzchirurgen, Pneumologen, Anästhesisten und Intensivmedizinern gepflegt, was eine wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches Transplantationsprogramm ist.

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Potentielle Kandidaten für eine Lungentransplantation

Wenn der behandelnde Arzt bei einem Patienten einen hochgradigen Verlust der Lungenfunktion diagnostiziert und eine Transplantation als eine mögliche Therapieoption erkennt, sollte der Patient zunächst der Pneumologischen Ambulanz der Universitätsklinik Freiburg zugewiesen werden. Bei entsprechender Fragestellung wird dann im Rahmen eines circa einwöchigen stationären Aufenthaltes das Ausmaß der Lungenerkrankung und möglicher weiterer Begleiterkrankungen abgeklärt. Dies wird auch durchgeführt, um das individuelle Operationsrisiko abzuschätzen. Darüber hinaus erhält der Patient die Möglichkeit, die für ihn wichtigen Fragen zum Thema Lungentransplantation zu klären. Er wird ein Gespräch mit dem Thoraxchirurgen und dem Anästhesisten führen. Hier ist es wünschenswert, wenn Familienangehörige ebenfalls anwesend sind.

Nach Abschluss aller erforderlichen Untersuchungen werden die Ergebnisse in einer interdisziplinären Konferenz, bestehend aus Thoraxchirurgen, Pneumologen, Anästhesisten und Intensivmedizinern besprochen, und es wird darüber entschieden, ob ein Patient ein Kandidat für eine Lungentransplantation ist.

Erfüllt der Patient die notwendigen Kriterien, wird er in die internationale Liste für Lungentransplantationen aufgenommen. Diese Datenbank wird in Leiden/Niederlande zentral von Eurotransplant verwaltet und koordiniert. Alle Daten von Organspendern bzw. –empfängern in 7 europäischen Ländern, zu denen Deutschland gehört, werden dort koordiniert.

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Wartezeit

In Deutschland herrscht eine bekannte Knappheit an Spenderorganen, was z.T. ein sehr langes Warten auf eine Spenderlunge nach sich zieht. Da das Fortschreiten der Grunderkrankung häufig schwierig abschätzbar ist, ist eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit unserem Zentrum wünschenswert, um dem Patienten zeitgerecht eine Organtransplantation anbieten zu können. Aus eigenen Erfahrungen betragen derzeit die Wartezeiten zwischen wenigen Wochen und mehr als einem Jahr. Wichtig ist, dass während dieser Zeit der Patient immer auf Abruf sein muss, das heißt, er muss immer erreichbar sein.

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Ablauf einer Lungentransplantation

Wenn wir als Lungentransplantationszentrum ein Organangebot von Eurotransplant für einen unserer Patienten erhalten, prüfen wir zunächst anhand verschiedenster Kriterien, ob das Organ geeignet sein könnte. Sollte dies der Fall sein, wird der Patient kurzfristig kontaktiert und in die Klinik gebracht. Zeitgleich wird sich ein Thoraxchirurgisches Team zu der Klinik mit dem möglichen Spender aufmachen und das Organ dort abschließend beurteilen und schließlich entnehmen. Zwischenzeitlich wir die Operation beim Empfänger begonnen und durch eine exakte logistische Planung wird gewährleist, dass nur wenige Stunden zwischen Entnahme und Transplantation vergehen. Insgesamt muss mit einer OP- Zeit von mindestens 6-8 Stunden gerechnet werden.

Nach Implantation der Spenderlungen erfolgt zunächst die intensivmedizinische Überwachung des Patienten, eine immunsuppressive Therapie wird sofort eingeleitet, um eine Abstoßung des Organs zu vermeiden. Die Dauer des stationäreren Aufenthaltes kann stark variieren, mit mindestens 3 Wochen muss gerechnet werden. In der Regel schließt sich ein Reha-Aufenthalt an.

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Nach erfolgreicher Lungentransplantation

Eine Transplantation von Organen bedarf grundsätzlich einer dauerhaften ärztlichen Kontrolle. Um eine Abstoßung der fremden Lungen zu verhindern, muss das Immunsystem lebenslang gedrosselt werden, die Einnahme von `Immunsuppressiva` wird erforderlich. Dadurch ist der Patient prinzipiell in seiner Immunabwehr abgeschwächt und anfälliger für virale und baktierielle Infektionen. Darüber hinaus kann es zu Abstoßungsreaktionen kommen, die erkannt und behandelt werden müssen. Neben engmaschigen und regelmäßigen Kontrollen ist daher eine gute disziplinierte Mitarbeit des Patienten unabdingbar.

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Statistik

Weltweit beträgt zur Zeit die 1-Jahres-Überlebensrate nach Lungentransplantation 80 - 90%, statistisch besteht eine 5-Jahres-Überlebensrate von 50%. Diese Zahlen liegen bisher leider noch deutlich unter den Überlebensraten, wie sie von Nieren- bzw. Lebertransplantationen bekannt sind. Sorge bereitet hierbei die chronische Abstoßung. Dieses Thema wird derzeit weltweit intensiv beforscht und es bleibt zu hoffen, dass zukünftige wissenschaftliche Ergebnisse langfristig die Überlebensrate verbessern werden.

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Ansprechpartner


Abteilung Thoraxchirurgie
Dr. A. Kirschbaum
E-Mail: andreas.kirschbaum@uniklinik-freiburg.de
Tel.: (0761) 270-23190

Dr. D. Wagnetz
E-Mail: dirk.wagnetz@uniklinik-freiburg.de
Tel.: (0761) 270-23030



Lungentransplantations-Ambulanz Pneumologie

5. Etage im Gebäude der HNO- und Augenklinik

Anschrift: Kilianstr. 5, 79106 Freiburg
Anmeldung: Tel. (0761) 270-37090 (10 bis 16 Uhr) oder
Tel. (0761) 270-37640 (Anrufbeantworter)
Fax  (0761) 270-73580

Ansprechpartner

Dr. Martin Germann

E-Mail: martin.germann@uniklinik-freiburg.de



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Letzte Aktualisierung: 6. Dezember 2011 / webmaster
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