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Bronchologische Intervention
Stent = Stabilisierung der Bronchien
Unter einem Stent versteht man ein medizinisches Implantat bzw. einen künstlichen Platzhalter, der in Gefäße (z.B. bei verstopften Schlagadern), in die Speiseröhre, die Atem- oder in die Gallenwege eingesetzt werden kann. Es handelt sich um eine Art Gittergerüst in Form eines Röhrchens aus Metall oder Kunststoff. Je nach Bedarf und Einsatzort im Körper gibt es unterschiedliche Größen und Formen.
Im Bereich der Atemwege dient der Stent zum Offenhalten der Luftröhre (Trachealstenose) oder der Bronchien, z.B. wenn ein Krebsgeschwür droht, die Atemwege zu verschließen. Dadurch werden die bestehende Luftnot und das Erstickungsgefühl des Patienten gelindert oder sogar ganz beseitigt. Der Einbau des Röhrchens in die Atemwege erfolgt im Rahmen einer Lungenspiegelung (Bronchoskopie) meist in tiefer Narkose. Im Anschluss an den Eingriff kann es kurzfristig zu einem Druckgefühl hinter dem Brustbein kommen. Andere Probleme liegen im möglichen Verrutschen des Stents, in Schwierigkeiten beim Abhusten des Schleims und in der Bildung von überschießendem Gewebe meist an den Stentenden. In solchen Fällen kann der Stent ggf. auch problemlos wieder entfernt bzw. mittels einer speziellen Art eines Thermischen Verfahrens von Wucherungen befreit werden.
Abb. 1: Bifurkationsstent (oben), Trachealstents (links) und Bronchialstents (rechts)
Thermische Verfahren
Bei bösartigen Wucherungen oder auch gutartigen Prozessen im Bereich der Atemwege die mit einer Einengung oder Verstopfung der Luftröhre oder der Bronchien einher gehen, können im Rahmen einer Lungenspiegelung (flexible oder starre Bronchoskopie) sogenannte thermische Verfahren (Hitze oder Kälte) angewendet werden. Hierzu zählen die Argonplasmakoagulation, die Laser- und die Kryotherapie. Dabei kommen Geräte zum Einsatz, die das Gewebe oberflächlich verschorfen (APC-Gerät bzw. Kryogerät) oder mit Tiefenwirkung von 0,5 bis zu 5 mm fotokoagulieren bzw. verdampfen (Neodym Ittrium Aluminium Garnet-Laser). Ziel ist es, die Atemwege wieder frei zu bekommen und damit dem Patienten das Atmen zu erleichtern. Gegebenenfalls ist zusätzlich der Einbau eines Stents erforderlich. Auch eine Blutstillung beim Auftreten von Bluthusten (Hämoptysen) kann mittels thermischer Verfahren oft sehr einfach und effektiv durchgeführt werden
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Letzte Aktualisierung: 5. Dezember 2011 / webmaster |




