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Im Menüpunkt "Übersicht" sind Einrichtungen unter verschiedenen Gesichtspunkten gruppiert: Kliniken, Abteilungen, Institute, Zentrale Einrichtungen und ähnliches.
Anforderung und Durchführung
Anforderung und Durchführung
Die Notfallanforderungen an die Blutbank sind mit der Angabe "Akuter Notfall" schriftlich vorzunehmen per FAX 3921 oder per Originalrezept (Anforderungsschein).
Die anfordernde Stelle muß unter der Telefonnummer 3777 zusätzlich die Bestellung bestätigen und sich versichern, daß das FAX in der Blutbank angekommen ist.
Die Anforderung von Erythrozytenkonzentraten im "Akuten Notfall" ist unbedingt zu unterscheiden von der Anforderung "eilt". Bei eiliger Anforderung werden Blutgruppenbestimmung und Verträglichkeitsprobe durchgeführt, der Routinebearbeitung vorgezogen, je nach angegebenen Grund in vorrangiger Dringlichkeit.
Unberechtigte Anforderungen auf "eilt" behindern die zügige und einer wirklichen Dringlichkeit angemessene Abarbeitung von Blutgruppenbestimmung und Verträglichkeitsprobe.
Begleitpapiere und Blutproben sind eindeutig und komplett zu beschriften.
Jede Notfallanforderung erfordert die folgenden Angaben:
- Vollständige Personalien (Name, Vorname, Geburtsdatum) oder entsprechend ersatzweise Daten des Patienten
- Die anfordernde Stelle
- Die Diagnose / Verdachtsdiagnose
- Die Anzahl der sofort (maximal 6 ungekreuzte Notfall-EK) und möglicherweise insgesamt notwendigen Blutkomponenten (wenn die ersten EK ungekreuzt transfundiert werden müssen, ist darauf zu achten, daß weitere EK möglichst im voraus gekreuzt werden)
- Die Uhrzeit der Bestellung bzw. der Blutabnahme
- Die Unterschrift zur Patientenidentität und Blutkomponentenanforderung
- Mit dieser Unterschrift verzichtet der anfordernde Arzt auf das Ergebnis der Blutgruppe und/oder Verträglichkeitsprobe für die notfallmäßig und ungekreuzt ausgegebenen Erythrozytenkonzentrate!
Die Identifikation der Probe für die Notfalltransfusion muß sichergestellt sein.
Sind die Patientendaten zum Zeitpunkt der Anforderung nicht bekannt, werden Anforderungsschein und Probenröhrchen gekennzeichnet mit
- Angabe z.B. "Unfall"
- Geschlecht
- der Abnahmezeit einschließlich des Datums
Sobald die Stammdaten des Patienten bekannt sind, werden diese der Blutbank schriftlich mitgeteilt und dort aus einer mitgeschickten Zweitprobe unter Bezug auf die Erstuntersuchung die Blutgruppe kontrolliert und dokumentiert.
Die eindeutig gekennzeichnete Blutprobe des Patienten zur AB0-/Rh-Bestimmung, Antikörpersuchtest und Kreuzprobe muß unbedingt vor dem Beginn der Transfusion und möglichst vor Durchführung therapeutischer Maßnahmen (z.B. Infusionsbehandlung) über einen eigenen intravenösen Zugang entnommen werden.
Ist eine Entnahme vor Beginn der Infusionsbehandlung nicht mehr möglich, erfolgt die Entnahme möglichst aus einem 2. Zugang.
Immunhämatologische und hämostaseologische Untersuchungen aus einer Blutprobe, die einem Zugang entnommen wurden, durch den bereits Infusionslösungen laufen, können zu falschen Ergebnissen führen!
Gleichzeitig zur Fax-Anforderung und schnellst möglich wird die Blutprobe des Patienten (EDTA-Monovette 9ml) mit dem Transportdienst zur Blutbank geschickt.
Der Probentransport zur Blutbank und der Transport der Blutkomponenten zur anfordernden Stelle erfolgt unverzüglich auch außerhalb der festgelegten Regeltransportzeiten durch den hausinternen Transportdienst. Einsatzstelle des Transportdienstes: Telefon Nr. 3600
Mit Transportgarantie: Gesamtdauer von Abruf bis Ankunft maximal 15 Minuten
Inanspruchnahme muß Notfallsituationen vorbehalten bleiben!
Im Labor der Blutbank wird nach Erhalt der Patientenblutprobe die Blutgruppe bestimmt, der Antikörpersuchtest sowie die Kreuzprobe mit den notfallmäßig ausgegebenen Erythrozytenkonzentraten durchgeführt. Parallel können, falls angefordert, weitere EK für diesen Patienten gekreuzt werden.
Liegt ein Blutgruppendokument aus einer anderen Einrichtung vor, wird auf bereits dokumentierte, transfusionsrelevante Antikörper geachtet.
Das Ergebnis der Verträglichkeitsprobe wird umgehend der anfordernden Stelle (falls auf der Anforderung angegeben telefonisch dem transfundierenden Arzt) per Fax auf einem speziellen Formular nachgereicht.
Dieses Formular mit dem Ergebnis der Verträglichkeitstestung ist gemeinsam mit den Begleitscheinen zur patientenbezogenen Dokumentation in der Akte abzuheften.
Mit dem Anteil des Begleitscheines: "Zurück an die Transfusionsmedizin" wird wie üblich verfahren.
Definition - Risiken - Indikation - Transport und Transportgarantie im Notfall - Anforderung und Durchführung - Positive Kreuzprobe - Checkliste Notfalltransfusion - Blutabnahme durch den Notarzt - Transfusion von Rh-inkompatiblen Blutkomponenten - Gesamtdokument





