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Blutkomponentenauswahl: Blutgruppenkompatible Transfusion
Erythrozytenkonzentrate
AB0-und Rh-kompatibel, in der Regel AB0-und Rh gleich entsprechend der nachfolgenden Tabelle (aus RiLiBÄK Blut 2000)
| Patient | Kompatible EK |
| A | A oder 0 |
| B | B oder 0 |
| AB | AB, A, B oder 0 |
| 0 | 0 |
Das Rhesus-Merkmal D ist wegen seiner starken Immunogenität stets zu berücksichtigen. Aus diesem Grund sollen Rhesus(D)-negative Empfänger kein Rhesus(D)-positives Blut erhalten.
Rh positive Empfänger (ohne irreguläre Antikörper) können auch Rh negatives Blut erhalten.
Wegen des Mangels an Rh negativem (D negativ) Blut läßt sich die Übertragung von Rh positiven (D positiv) Erythrozytenpräparaten an Rh negative (D negativ), nicht immunisierte Patienten nicht immer vermeiden. Eine solche Übertragung sollte jedoch nur in Betracht gezogen werden, wenn die Transfusion lebenswichtig ist und Rh negative (D negativ) Erythrozytenkonzentrate nicht zeitgerecht beschafft werden können und wenn es sich um Frauen im nicht mehr gebärfähigem Alter oder um Männer handelt.
Bei Rh negativen (D negativ) Kindern sowie Rh negativen (D negativ) Frauen im gebärfähigen Alter ist die Transfusion von Rh positiven (D positiv) Erythrozytenkonzentraten (mit Ausnahme von lebensbedrohlichen Situationen) unbedingt zu vermeiden. Die Dringlichkeit der Indikation, für die der transfundierende Arzt die Verantwortung trägt, ist genau zu dokumentieren.
Bei einer Transfusion von Rh positiven (D positiv) Präparaten auf Rh negative (D negativ) Patienten ist dem weiter behandelnden Arzt eine serologische Untersuchung 2-4 Monate nach Transfusion zur Feststellung eventuell gebildeter Antikörper zu empfehlen. Bei Nachweis entsprechender Antikörper hat eine Aufklärung und Beratung der Betroffenen zu erfolgen.
Patienten, bei denen vor Transfusion ein relevanter Antikörper (z.B. Anti-D, Anti-Kell u.a.) nachgewiesen wurde, dürfen nur mit EK versorgt werden, deren Erythrozyten das korrespondierende Antigen nicht tragen, auch dann, wenn der Antikörpertiter im weiteren Verlauf abfällt und eventuell nicht mehr nachweisbar ist.
Gefrierfrischplasma
AB0-kompatibel, in der Regel AB0-gleich
GFP muss wegen der darin enthaltenen Isoagglutinine AB0-Blutgruppenkompatibel verabfolgt werden
| Patient | Kompatibles Plasma |
| A | A oder AB |
| B | B oder AB |
| AB | AB |
| 0 | 0, A, B oder AB |
Thrombozytenkonzentraten
AB0-kompatibel, in der Regel AB0-gleich; ggf. vorrangig HLA-kompatibel ohne zwingende AB0-Gleichheit.
In Ausnahmefällen ist die Gabe AB0-teilkompatibler Präparate entsprechend der nachfolgenden Tabelle möglich:
| Patient | Thrombozytenpräparat |
| A | A oder 0 (ggf. B, AB) |
| B | B oder 0 (ggf. A, AB) |
| AB | AB oder A, B (ggf. 0) |
| 0 | 0 (ggf. A, B, AB) |
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