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Vorbereitung der Transfusion

Venöser Zugang / Transfusionsbesteck / Temperatur

  • Nach Möglichkeit wird für die Transfusion von Blut und Blutkomponenten ein eigener peripherer venöser Zugang gelegt, wenn kein separater Schenkel eines zentralvenösen Katheters zur Verfügung steht.
  • Die gleichzeitige Verabreichung von Medikamenten bzw. Infusionslösungen über den selben Zugang (Gefahr der Gerinnungsaktivierung, Hämolyse) ist nicht zulässig.
  • Ist die Injektion von Medikamenten durch denselben Zugang unumgänglich, wird der Zugang vor und nach Injektion des Mittels mit physiologischer Kochsalzlösung gespült. Gleiches gilt für Katheter bei vorheriger Infusion von Elektrolytlösungen!
  • Es muß ein Transfusionsgerät (-besteck) (DIN 58360) mit einer Porengröße von 170 - 230 µm für alle Blutkomponenten verwendet werden
  • Transfusionsgeräte werden maximal 6 Stunden genutzt, dabei ist die Anzahl der einlaufenden Blutkonserven nicht begrenzt.
  • Mit einem Transfusionsgerät eröffnete Blutkomponenten werden innerhalb von 6 Stunden transfundiert oder verworfen.
  • Blutproben werden nicht aus verschlossenen Blutbeuteln entnommen (Kontaminationsgefahr!).
  • Plasmaderivate wie Albumin, Gerinnungsfaktoren, Immunglobuline werden nach Angaben der Hersteller appliziert.
  • Im Regelfall werden Erythrozytenkonzentrate nicht angewärmt. Bereits nach 30 Minuten außerhalb der Kühlung übersteigt die Präparatetemperatur 10°C. Während der Erwärmungsphase wird der Blutbeutel vor Verschmutzung geschützt.
  • Bei vorgegebener Indikation zur körperwarmen Transfusion sind lediglich zugelassene Wärmegeräte einzusetzen.
  • Gefrierfrischplasmen dürfen lediglich in dafür zugelassenen Geräten aufgetaut werden.
unterer Abschluss
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