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Hämovigilanz, Wirksamkeitsnachweis
Die anwendungsbezogenen Wirkungen sind anhand geeigneter Parameter/Meßwerte (z.B. Hämatokrit, Thrombozytenzählung) zumindest pro Tag(e) zusammengefaßt im Verlaufsbericht oder Arztbrief anzugeben.
Die Beurteilung der Wirksamkeit einer Thrombozytentransfusion erfolgt anhand klinischer Kriterien und der Bestimmung des Anstiegs der Zahl zirkulierender Thrombozyten im peripheren Blut 1 Stunde nach Beendigung der Transfusion (Inkrement). Das Inkrement hängt vom Blutvolumen und der Anzahl der übertragenen Blutplättchen sowie von Begleiterkrankungen (z.B. Sepsis mit erhöhtem Verbrauch der Thrombozyten) und von möglicherweise beim Empfänger vorhandenen korrespondierenden AK ab. Die wichtigsten Alloantigensysteme auf menschlichen Thrombozyten sind die AB0-Blutgruppenantigene, HLA-Antigene der Klasse I und plättchenspezifische Antigene.
Unter Refraktärzustand versteht man das wiederholte Ausbleiben eines adäquaten Therapieerfolges von Thrombozytentransfusionen, der sich klinisch vor allem durch einen ungenügenden, posttransfusionellen Thrombozytenanstieg und das Persistieren der Blutung zu erkennen gibt.
Mit einem Refraktärzustand muß besonders bei Patienten gerechnet werden, die wiederholt über längere Zeit mit Thrombozyten versorgt werden müssen.
Ursachen eines Refraktärzustandes:
- nicht immunologisch bedingt
- Splenomegalie
- Fieberhafte septische Prozesse
- Verbrauchskoagulopathie
- Plättchenschädigende Medikamente
(v.a.synthetische Penicilline, Amphotericin, Antikoagulanzien)
- immunologisch bedingt
- Alloantikörper gegen HLA-Klasse I Antigene
- Alloantikörper gegen plättchenspezifische Antigene
- Antikörper gegen A- und B-Antigene im AB0-System
- HLA- und thrombozytenspezifische Alloantikörper





