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Forschungsschwerpunkt Prostatakarzinom
Das Prostatakarzinom ist nach den neuesten Statistiken der häufigste maligne Tumor und die zweithäufigste Tumortodesursache des Mannes in den westlichen Industrienationen. Allein in Deutschland werden jährlich etwa 49.000 Prostatakarzinome neu diagnostiziert und etwa 10.000 Todesfälle registriert.
Wegen dieser hohen Inzidenz sind gerade bei diesem Tumor Entwicklungen in diagnostischer und therapeutischer Hinsicht dringend notwendig.
So schlägt die Beurteilung des Stadiums, in dem sich ein Prostatakarzinom befindet, ohne die Zuhilfenahme bildgebender Verfahren in 30 % bis 70 % der Fälle fehl und man kann davon ausgehen, dass bei über 30 % der Erstdiagnosen der Tumor die Organkapsel bereits überschritten hat.
Da es außer der operativen Entfernung oder der Radiotherapie lokalisierter Tumoren bisher keine kurative Behandlungsmethode für das Prostatakarzinom gibt, findet die Suche nach neuen und gezielten Therapien derzeit großes Interesse.
Die Arbeitsgruppe Experimentelle Urologie arbeitet sowohl an neuen Ansätzen zum Imaging des Prostatakarzinoms als auch an der Entwicklung von tumorselektiven Therapieverfahren in Form von Immuntoxinen und so genannten Diabodies. Daneben wird den molekularen Folgen der Hormonentzugstherapie nachgegangen.





