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Behandlungsverfahren in der Urologie

 

Laparoskopie - Spiegelungsoperation

Mit der sogenannten „minimal invasiven“ Chirurgie wurden in den letzten Jahren Operationstechniken weiterentwickelt, die insbesondere durch einen kleineren Zugang in das Körperinnere das Trauma durch eine Operation reduzieren. In vielen Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass dadurch nach einer Operation tatsächlich deutlich weniger Schmerzen auftreten und Patienten schneller wieder mobil werden. Dies ermöglicht eine insgesamt raschere Rehabilitation und damit Wiederaufnahme der täglichen Verrichtungen und der Berufsausübung nach einer Operation.

Im Bereich der Urologie haben die Techniken der „Spiegelungsoperation“ eine lange Tradition. Tatsächlich hat sich die Urologie durch die Entwicklung und Verwendung komplizierter technischer Apparaturen zur Spiegelung der Harnorgane als eigenständige Fachrichtung aus der Chirurgie entwickelt. Bereits 1879 stellte Maximilian Nitze ein elektrisch beleuchtetes Cystoskop vor, mit dem es unter Verwendung einer Spiegeloptik möglich war die Harnblase über ein durch die Harnröhre eingeführtes starres Rohr einzusehen.

Durch diese Geschichte unseres Fachgebietes sind wir Urologen seit langem mit der Verwendung sogenannter endoskopischer Techniken (Spiegelungsoptik) vertraut. Bei der Laparoskopie („Schlüsselloch-Chirurgie“) wird das Körperinnere über Hülsen erreicht, die durch die Bauchdecke eingebracht werden. Über diese können dann eine Optik und spezielle chirurgische Instrumente eingeführt werden. Auf urologischem Gebiet sind heute laparoskopische Operationen der Nieren, Harnleiter, Blase und Prostata möglich.

Natürlich haben alle Operationsmethoden Vor- und Nachteile. Neben dem erwähnten geringeren Operationstrauma ist auch der durchschnittliche Blutverlust bei laparoskopischen Operationen geringer. Da nur kleine Hautschnitte notwendig sind, ist außerdem das kosmetische Ergebnis besser.

Die laparoskopische Operation erfordert allerdings einen sehr hohen technischen Aufwand und stellt höchste chirurgische Anforderungen an den Operateur. Dies ist in der Regel auch mit längeren Operationszeiten verbunden. Im Einzelfall muss daher sorgfältig abgewogen werden, welche Operationstechnik für den Patienten insgesamt die meisten Vorteile bietet. Als Zentrum für high-tech Medizin können wir alle heute verbreiteten Operationstechniken anbieten und daher ein individuelles Therapiekonzept für den Patienten erstellen. Dies bedeutet für Sie höchste Zuverlässigkeit und Sicherheit bei der Behandlung Ihrer Erkrankung.

Urologische Indikationen zur Laparoskopie - Spiegelungsoperation :

Tumoroperationen:

  • Entfernung der Prostata
  • Entfernung einer Niere
  • Entfernung einer Nebenniere
  • Entfernung von Lymphknoten

Urologisch-gynäkologische Operationen:

  • Operation einer Blasensenkung
  • Komplexe Operationen bei Harninkontinenz

Sonstige Operationen:

  • Entfernung einer Schrumpfniere
  • Nierenzysten-Operationen
  • Operation einer Harnleiterabgangsenge

Vorteile:

  • Geringeres Operationstrauma
  • Weniger Blutverlust
  • Raschere Erholung
  • Kürzerer stationärer Aufenthalt
  • Besseres kosmetisches Ergebnis

 

Ihr Ansprechpartner:

Dr. Martin Schönthaler
Funktionsoberarzt

Facharzt für Urologie
Chirurgische Universitätsklinik
Abteilung Urologie
Hugstetter Straße 55
79106 Freiburg

Telefon: 0761-270 28930
Email: martin.schoenthaler@uniklinik-freiburg.de

 

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