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Im Menüpunkt "Übersicht" sind Einrichtungen unter verschiedenen Gesichtspunkten gruppiert: Kliniken, Abteilungen, Institute, Zentrale Einrichtungen und ähnliches.
Entlassmanagement
Die Folge jüngster Entwicklungen im Gesundheitswesen ist, dass der Versorgungsbedarf nach einem akutstationären Aufenthalt in der Klinik weiter zunimmt. Um dieser Veränderung Rechnung zu tragen, baut das Universitätsklinikum Freiburg auf ein Betreuungsnetzwerk, das den fließenden Übergang in die Rehabilitation und die ambulante Versorgung gewährleistet. Dieses System orientiert sich am nationalen Expertenstandard Entlassungsmanagement. Erstmalig übernimmt eine Akutklinik Prozessverantwortung über den eigenen Bereich hinaus.
Qualitativ hochwertige, effiziente und effektive medizinische Behandlung ist ein Prozess, der stark von Information und Kommunikation abhängig ist. Eine gesicherte Informationsweitergabe innerhalb der Versorgungsbereiche fördert die Kontinuität und Transparenz der Versorgung und ist ein Kriterium für die Qualität der erbrachten Leistung.
Bereits bei der Aufnahme der Patienten versuchen Arzt und Pflege das Entlassmanagement zu organisieren und einzuschätzen, welchen Bedarf die Patienten nach der Entlassung aus dem Klinikum haben könnten. So frühzeitig wie möglich, spätestens jedoch 72 Stunden vor der Entlassung, gehen diese Informationen über ein elektronisches Erfassungssystem an eine von vier zuständigen Einrichtungen, die so genannten Kernbetreuer.
Die Kernbetreuer
Die im Folgenden genannten vier Kernbetreuer arbeiten vernetzt im Team. Bei der Einweisung legen der behandelnde Arzt und die Pflege fest, welcher Kernbetreuer für die Bedürfnisse des Patienten am ehesten zuständig ist und beauftragen diesen mit der Koordination der Entlassung.
Angefordert wird eine Dienstleistung der Kernbetreuer über ein EDV Programm (Elma), das den Entlassungsablauf koordiniert und dokumentiert.
1. Der Sozialdienst
Infrastruktur
Sozialdienst der Chirurgischen Klinik:
Fr. Bührle , Fr. Reis , Fr. Schönthaler
Ort: Dachgeschoss Chirurgische Klinik
Tel.: 0761/ 270-60200 / 300
Fax: 0761/ 270-60370
- Eine Leitungs- und Koordinierungsstelle.
Arbeitsschwerpunkte
- Der Sozialdienst ist für die Abklärung des sozialen Hilfebedarfs der Patienten zuständig. Er kümmert sich um sozial-rechtliche, finanzielle und persönliche Fragen. Außerdem organisierter die medizinischen Rehabilitationen und die Aufnahme in ein Heim.
2. Die Brückenpflege
Infrastruktur
- Fachpflege Personal und Koordinierungsstelle
Arbeitsschwerpunkte
- Koordinierung der Entlassung schwerstkranker Tumorpatienten und durch häusliche Weiterbetreuung Vermeidung unnötiger stationärer Einweisungen.
3. Die Pflegeüberleitung
Infrastruktur
- Koordinierungsstelle
Arbeitsschwerpunkte
- Die Pflegeüberleitung unterstützt die Patienten, die zu Hause Pflege brauchen und koordiniert den Bedarf mit einem ambulanten Pflegedienst.
4. Der Patientenring (GmbH)
Infrastruktur
- Koordinierungspersonal
- Fachpflegepersonal
Arbeitsschwerpunkte
- Koordinierung der nachstationären Versorgung (Wundpflege und Stomatherapie, Umfeldbegutachtung und Organisation)
- Organisation von Hilfsmitteln wie beispielsweise Verbandsmaterial, Roll-stühle, Pflegebetten oder Sondennahrung
Auf der urologische Abteilung vertreten durch die Indikationsspezialistin Fr. Jasna Milanovic-Knezevic
Das Regionale Rehanetz am UKF
Infrastruktur:
- 14 regionale Rehakliniken in fünf Indikationen
- Koordinationsstelle
- Gremien
Arbeitsschwerpunkte:
- Abgestimmte Behandlung an Hand von Patientenpfaden und Behandlungsleitlinien
- Gesicherter Dokumententransfer zur übergangsloser Behandlung
- Gemeinsame Fortbildungen
Der Regionale Pflegeverbund am UKF
Infrastruktur:
- Pflegenetz GmbH für den Stadtbereich Freiburg,
- Ambulante Pflegedienste des PflegeVerbundes (Gebiet: Lahr, Müllheim, Breisach, Donaueschingen)
- Pflegeüberleitung am UKF
Arbeitsschwerpunkte:
- Häusliche Pflege
- Gewährleistung eines reibungslosen Übergangs in die ambulante Versorgung durch frühzeitige Planung
- Zusammenarbeit mit dem Hausarzt
- Förderung der Selbständigkeit und Vermeidung unnötiger stationärer Einweisungen
Evaluation und Qualitätssicherung
Im Rahmen eines koordinierten Qualitätsmanagements erfolgt die Sektoren übergreifende Behandlung auf Grundlage medizinischer Leitlinien. Die Teilnahme an Qualitätszirkeln sowie die Mitwirkung an Maßnahmen der externen Qualitätssicherung wird gefördert. Dazu zählen auch Regelungen zur sektoren- und berufsgruppenübergreifenden Fortbildung und Qualitätssicherung
Brückenpflege:
Das Brückenpflegeteam arbeitet seit 1995 Jahren erfolgreich in der häuslichen Versorgung schwerkranker Krebspatienten. Ihr modernes Pflegekonzept erleichtert den Übergang vom stationären Aufenthalt zur intensiven häuslichen Betreuung. Die Brückenpflege ermöglicht damit für viele Patienten eine frühzeitige Entlassung aus der Klinik und zwar auch für jene Menschen, für die eine klinische Behandlung nur geringe Heilungschancen bietet. Jedes Jahr werden über 200 Patienten von Pflegekräften mit langjähriger Erfahrung in der onkologischen Pflege im Umkreis von 40 Kilometern um Freiburg betreut. Die Mitarbeiter der Brückenpflege arbeiten eng mit Hausärzten, Pflegediensten sowie Angehörigen zusammen. So organisieren sie etwa die häusliche Pflege von gerade aus der Klinik entlassenen Tumorpatienten, weisen Angehörige ein und bieten eine Rufbereitschaft an, an die sich Patienten jederzeit mit Fragen wenden können.
PflegeNetz GmbH (Pflegeüberleitung):
Ein Universitätsklinikum versorgt als Akutkrankenhaus der Maximalversorgung einen hohen Anteil an schwerkranken Patienten. Viele dieser Patienten sind auch nach dem Aufenthalt im Klinikum in ihrem Alltag auf weitere Unterstützung oder Pflege angewiesen. Damit hilfs- und pflegebedürftige Menschen sicher in die eigenen vier Wände zurückkehren können, hat das Universitätsklinikum die PflegeNetz GmbH gegründet.
Die neue Struktur bedeutet für hilfebedürftige Patienten eine Entlastung in der ohnehin belastenden Ausnahmesituation einer akutstationären Behandlung. Ziel ist es, eine auf die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Patienten abgestimmte Anschlussversorgung zu organisieren und auf diese Weise die besten Bedingungen für die weitere Genesung zu schaffen. Dies schafft auch die Voraussetzung dafür, dass Patienten nicht länger als notwendig im Krankenhaus bleiben müssen und so lange wie möglich in ihrem eigenen Heim statt im Pflegeheim leben können.
Die Pflegeüberleitung mit Hilfe des Regionalen PflegeVerbundes ist ein Angebot an die Patienten des Universitätsklinikums Freiburg. Jeder einzelne Patient kann sich dennoch frei für einen Pflegedienst seiner Wahl entscheiden, auch außerhalb des „PflegeVerbundes.“ Durch die Beratung und Organisation der Pflegeüberleitung entstehen für die Patienten keine Kosten.





