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Erkrankungen der Blase

 

Blasenkrebs / Blasentumor / Blasenkarzinom
Das Blasenkarzinom ist die häufigste bösartige Neubildungen des Harntrakts und nach den Prostata-Tumoren die zweithäufigsten im Bereich des Urogenitaltraktes. Männer sind 3x häufiger betroffen als Frauen. Die typische Altersgruppe sind 50–80 Jährige. Typischerweise fällt der Blasenkrebs durch einen schmerzlosen Blutabgang im Urin auf.

Blasenschwäche / Harninkontinenz
Unter Harninkontinenz versteht man den ungewollten Abgang von Urin. Im Volksmund wird Harninkontinenz häufig als „Blasenschwäche“ bezeichnet. Dies ist meist nicht korrekt, da die Ursache der Harninkontinenz häufig in einer Störung des Harnröhrenverschlussapparates (-> siehe Belastungsinkontinenz) oder in einer Überaktivität der Harnblasenmuskulatur (-> siehe Dranginkontinenz, Reizblase) liegt.

Blasenentzündung / Zystitis
Entzündliche Veränderung der Blasenwand mit typischen Beschwerden in Form von häufigem Wasserlassen, Brennen oder sogar Schmerzen beim Urinieren

Vesiko-ureteraler(-renaler) Reflux
Rückfluss (= Reflux) von Urin aus der Harnblase (= Vesika) in den Harnleiter (= Ureter) und teilweise bis in das Nierenbecken (zur Niere gehörig = renal)

Bettnässen / Enuresis
Aus medizinischer Sicht spricht man von Einnässen, wenn dies bei Kindern über 5 Jahren regelmässig über einen Zeitraum von mehr als 3 Monaten auftritt. Man unterscheidet das Einnässen am Tag (Harninkontinenz) vom Bettnässen (Enuresis) in der Nacht.

Notfallsituation:

Blasentamponade
Verlegung der Blase durch Blutgerinnsel und dadurch entstandener Blasenentleerungsstörung

Makrohämaturie
sichtbar Blut im Urin

Blasenruptur
Einriss der Blasenwand und Übertritt von Urin entweder in die Bauchhöhle oder in das Beckengewebe 

Akuter Harnverhalt
plötzliches Unvermögen, die volle Harnblase zu entleeren

unterer Abschluss
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