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Epidemiologie und Diagnostik der FSME in Deutschland

Daniela Huzly
Abt. Virologie
Universitätsklinikum Freiburg
Hermann-Herder-Str.11
79104 Freiburg i.Br.
Tel. 0761 203 6009
Email: daniela.huzly@uniklinik-freiburg.de

Zusammenfassung

Die Epidemiologie der FSME wird durch ein komplexes Zusammenspiel zwischen lokalen Klimaveränderungen, Vorkommen der Vektoren und deren Wirte und menschlichem Verhalten beeinflusst. Die durchschnittliche Zahl der jährlichen FSME-Virusinfektionen in Deutschland hat sich in den vergangenen 20 Jahren nicht wesentlich verändert, mit Ausnahme des Jahres 2006, wo es aus unbekannten Gründen zu einer Verdoppelung der Fälle sowohl in Deutschland als auch in anderen europäischen Ländern gekommen ist. Zur Diagnostik eignen sich serologische Teste, die IgM- und IgG-Antikörper gegen das FSME-Virus nachweisen. Dabei ist die teilweise schlechte Spezifität sowohl der IgG- als auch der IgM-Teste zu beachten. In Zweifelsfällen sollte immer ein Liquor-Serum-Index (IgG und /oder IgM) bestimmt werden, der zu Beginn in 2/3 der Fälle, nach 14 Tagen in 100% positiv wird. Die PCR ist für die Diagnostik im Liquor nicht geeignet, da sie nur in wenigen Fällen positiv ist. Um eine korrekte Diagnose zu stellen, sind Angaben zum klinischen Verlauf sowie zu durchgeführten Impfungen erforderlich. Im Zweifelsfall sollten immer Verlaufskontrollen erfolgen. Gemeldet werden sollten nur Fälle, bei denen die Diagnose so weit wie möglich gesichert ist.

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