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Probengewinnung und Transport

Virusnachweisverfahren

Pneumomien

Für den Nachweis viraler Pneumonieerreger eignet sich Nasopharyngealsekret (NPS), Trachealsekret oder ein Rachenabstrich (insbesondere bei V.a. Influenza). Wenn bronchoskopisches Material entnommen wird, ist eine unverdünnte Fraktion (Bronchialsekret) für die Virologie vorzuziehen. Wichtig ist, dass das Material ausreichend zellhaltig ist. Induziertes Sputum ist nach neueren Untersuchungen auch für den Virusnachweis per PCR geeignet.

  • Bronchialsekret, Nasopharyngealsekret, Trachealsekret
    In steriles Röhrchen füllen, gut zuschrauben!
  • Rachenabstrich
    Mit sterilem Dacrontupfer rotierend über die hintere Rachenwand fahren, den Tupfer in ein steriles Röhrchen mit etwas Transportmedium oder einigen Tropfen Kochsalzlösung geben, Stab abbrechen, gut zuschrauben!

Hauterkrankungen ( z.B. Varizellen, Zoster, Herpes labialis und genitalis)

  • Bläscheninhalt, Abstriche
    Mit einem sterilen Dacrontupfer rotierend über den Bläschengrund fahren, den Tupfer in ein steriles Röhrchen mit etwas Transportmedium oder einigen Tropfen 0,9%iger NaCl-Lösung geben, Stäbchen abbrechen, gut zuschrauben.

CMV-Infektion (v.a. bei Neugeborenen, Immunsuppression);hämorrhagische Zystitis (Adenoviren)

  • Urin
    Wenige ml Urin in ein steriles Röhrchen füllen. Gut zuschrauben!

Enterovirusinfektionen (Coxsackieviren, Echoviren, Polioviren etc.)

  • Stuhl
    Wenige ml Stuhl in ein Stuhlröhrchen geben, gut zuschrauben.
Anderes Material/Rückfragen
Sollten Sie anderes Material für die Virusdiagnostik einsenden wollen oder bestehen Rückfragen bei unklaren Befunden, wenden Sie sich bitte an den. Wir sind auch gerne bereit, im Einzelfall zu Ihrem Patienten zu kommen, den Befund zu begutachten, und Material zu entnehmen.
Materialtransport
Abstriche sollten nicht in die üblichen mikrobiologischen Anzuchtmedien gesteckt werden, sondern am besten in Transportmedium (Anforderung unter der Telefonnummer 203-(17-)6568), oder in wenig Kochsalzlösung.
Material, aus dem Viren angezüchtet oder mittels Antigentest nachgewiesen werden sollen, muss unbedingt gekühlt gelagert werden. Der Transport sollte möglichst innerhalb von wenigen Stunden vonstatten gehen; bei längeren Transportwegen empfiehlt sich die Beigabe von Kühlakkus oder Eis.

PCR und quantitativer Genomnachweis

Für die CMV-PCR im Routinescreening immunsupprimierter Patienten benötigen wir 10 ml EDTA-Blut.

Für PCR-Untersuchungen aus Liquor wird ca. 1ml Liquor benötigt.
Wichtig: Der Liquor muss zellhaltig sein. Daher muss das Aliquot für die mikrobiologischen Untersuchungen immer abgefüllt werden, bevor der Liquor für klinisch-chemische oder andere Untersuchungen zentrifugiert wird.

Für die HIV-Viruslastbestimmung (quantitative PCR) werden 10 ml EDTA-Blut benötigt. Das Material sollte nicht länger als 4 Stunden unterwegs sein; bei längeren Transportwegen ist ein Versand in Spezialröhrchen empfehlenswert. Unser Versandlager hält diese Röhrchen für Sie bereit (Tel.: 203-(17-)6505).

Materialtransport

  • RNA-Viren (HCV, HIV, Enteroviren, Influenzaviren, RSV, HMPV)
    Da in jedem biologischen Material sowie an nicht speziell behandelten Materialien RNAsen aktiv sind, muss Material, aus dem RNA nachgewiesen werden soll, schnell eingefroren bzw. die RNAsen inaktiviert werden. Die Transportzeit sollte daher so kurz wie möglich sein, um ein sicheres Ergebnis garantieren zu können.
    DNA-Viren (HSV, VZV, CMV, EBV, HBV, Parvovirus, Adenoviren)
    DNA ist äußerst stabil und auch bei Raumtemperatur haltbar. Daher ist der Probentransport für den DNA-Nachweis unproblematisch.

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