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Kurs I der Zahnerhaltungskunde
Ausbildungsziele
Studierende, die erfolgreich den Phantomkurs der Zahnerhaltungskunde absolviert haben, führen im ersten klinischen Kurs Behandlungen am Patienten unter Aufsicht von Assistenzzahnärzten durch. Komplexere Patientenfälle und sanierte Patienten werden der Kursleitung vorgestellt.
Im Rahmen des Kurses legen die Studenten mindestens 12 plastische Füllungen im Front- und Seitenzahngebiet und führen 4 endodontische Behandlungen mit definitiver Wurzelfüllung durch.
Zur Vertiefung des theoretischen Wissens werden wöchentliche Seminare abgehalten, bei denen die Studenten zu vorgegebenen Themen Referate erarbeiten und vortragen können.
Am Ende des Semesters wird das theoretische Wissen in einer Klausur überprüft.
Patienten
Patienten werden zu einem großen Teil aus dem Klinikstamm/Warteliste den Studierende zur Verfügung gestellt. Hierfür werden am Ende eines Kurses (blaue) Abschlussbefund-Karten ausgefüllt, auf denen alle noch notwendigen Maßnahmen vermerkt sind. Im Rahmen des Schmerzdienstes der Abteilung wird ebenfalls eine (rosa) Schmerzdienst-Karte mit dem vorläufigen Therapieplan ausgefüllt. Nach Aufklärung und Einverständnis des Patienten zur Behandlung im Studentenkurs, werden die Karten gesammelt und nach Therapiemaßnahmen sortiert (Füllungstherapie, endodontische Behandlung, Teilkrone, Inlay). Zu Beginn eines Semesters und nach Bedarf erhalten die Studenten dann, entsprechend der benötigten Maßnahmen, Patienten zugeteilt.
Studenten haben aber auch die Möglichkeit, eigene Patienten (Bekannte, Verwandte) in der Klinik vorzustellen und im Rahmen des Kurses zu behandeln.
Kursablauf
Während einer Einführungswoche (in den ersten 6 Tagen des Kurses) werden die Studierenden auf die Behandlung am Patienten vorbereitet, indem gegenseitig Testate zu erbringen sind. Patienten werden erst einbestellt, wenn alle Vortestate vom Assistenten überprüft wurden.
Alle Patienten werden nach dem Aufsetzen auf den Behandlungsstuhl der Kursaufsicht vorgestellt. Nach Erhebung der allgemeinen und der Fluorid-Anamnese wird ein ausführlicher Befund erstellt, der neben der Kariesdiagnose auch die Bestimmung von Plaque- und Gingiva-Indices und die Beurteilung der Kariesaktivität beinhaltet. Dem Wandel der Zahnmedizin von einer "Restaurativen Ära" in eine "Präventive Ära" entsprechend, wird der Prophylaxe eine große Bedeutung zugemessen. Alle Patienten erhalten zu Beginn ihrer Behandlung eine professionelle Zahnreinigung und eine individuelle Mundhygieneberatung. Dabei soll der Patient "mundhygienfähig" gemacht werden, um nach einer eventuell notwendigen invasiven Therapie (Füllungen) eine Neuerkrankung mit Karies zu verhindern.
Alle erhobenen Befunde werden mit dem Kursassistenten besprochen und es wird gemeinsam ein Therapieplan erstellt. Nach der Sanierung eines Patienten wird ein Abschlussbefund (blaue Karte) erstellt. Auf Wunsch wird der Patient in das Recall-System der Abteilung eingebunden, sodass der Patient regelmäßig an notwendige Kontrolltermine erinnert werden kann.
Stundenpläne
siehe Stundenpläne klinische Kurse 1
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Kursleitung
PD Dr. Olga Polydorou
Assistenten
Dr. Matthias Spraul
ZÄ Sabrina Strobel




