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Fortbildung
Das Forum für Ethik und Recht in der Medizin veranstaltet seit dem Sommersemester 2006 regelmäßig eine Fortbildungsveranstaltung für Ärzte des Klinikums zu ethischen Fragestellungen klinischer Praxis. Die Veranstaltungen findet nach Möglichkeit jährlich jeweils an drei Nachmittagen im Juni/Juli statt. Sie ist mit 4 Fortbildungspunkten pro Nachmittag bei der Landesärztekammer Baden-Württemberg zertifiziert.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an:
Tel: 0761/203-5048
Fax: 0761/203-5039
E-Mail: ferm@egm.uni-freiburg.de
Programmflyer 2010 (PDF-Dokument)
Programm der Fortbildung 2010:
Mittwoch, 16.06.2010, 16:15-18:45
I. Fortbildungszyklus: Entscheidungshilfen in der Arzt-Patienten-Beziehung
In diesem Zyklus werden die Konsequenzen des Selbstbestimmungsrechtes des Patienten für die ärztliche Praxis in ethischer und rechtlicher Hinsicht anhand von Fallbeispielen aus der klinischen Ethikberatung dargestellt. Eigene Fälle werden bearbeitet und gelöst.
MODUL 1:
Patientenaufklärung und Einwilligung des Patienten
- Wie und wann findet die Patientenaufklärung statt?
- In welchem Rahmen sollte die Patientenaufklärung stattfinden?
- Wie sieht eine gültige Einwilligung in einen Eingriff aus?
- Was ist zu tun, wenn der Patient eine notwendige Behandlung ablehnt?
MODUL 2:
Grenzen der Autonomie des Patienten
- Was sind generelle Grenzen der Patientenautonomie?
- Welche Rolle spielt die Einwilligungsfähigkeit des Patienten?
- Welche besonderen Probleme treten bei psychisch Kranken auf?
- Wann können Zwangsbehandlungen gerechtfertigt sein?
Mittwoch, 23.06.2010, 16:15-18:45
II. Fortbildungszyklus: Entscheidungshilfen im Umgang mit Dritten
Ärzte stehen in der Arzt-Patienten-Beziehung nicht nur in der Verantwortung vor dem Patienten, sondern häufig auch vor Dritten. In diesem Zyklus sollen Konflikte, die sich aus dieser Konstellation ergeben können, anhand ausgewählter Bereiche aus ethischer und rechtlicher Sicht verdeutlicht und eigene Fälle besprochen werden.
MODUL 3:
Umgang mit Angehörigen und Eltern
- Welche Rechte haben Angehörige von Patienten?
- In welcher Form können Angehörige in die Behandlung einbezogen werden?
- Was soll man tun, wenn Die Eltern eine notwendige Behandlung des Kindes ablehnen?
- Ab welchem Alter müssen Kinder selbst in die Behandlung einwilligen?
MODUL 4:
Grundlagen und Grenzen der Schweigepflicht
- Wann gilt die Schweigepflicht und was beinhaltet sie?
- Gilt die Schweigepflicht auch gegenüber Kollegen und Angehörigen?
- Wann müssen Informationen weitergegeben werden?
- Wann müssen Eltern über die Behandlung ihrer Kinder informiert werden?
Mittwoch, 30.06.2010, 16:15-18:45
III. Fortbildungszyklus: Entscheidungshilfen im Umgang mit sterbenden Patienten
Im Umgang mit sterbenden Patienten stehen Ärzte vor Entscheidungen, die unmittelbar das Leben und Überleben des Patienten betreffen. In diesem Zyklus werden die entscheidenden ethischen und rechtlichen Aspekte der Entscheidungsfindung mit Hilfe von Fallbeispielen aufgezeigt. Es werden eigene Fälle bearbeitet und gelöst.
MODUL 5:
Bedingungen des Verzichts auf Maximaltherapie
- Was kennzeichnet aktive und was kennzeichnet passive Sterbehilfe?
- Welche Rolle spielt die Unterscheidung von Tun und Unterlassen?
- Ist das Absetzen einer Therapie mit dem Therapieverzicht vergleichbar?
- Darf auf künstliche Ernährung verzichtet werden?
MODUL 6:
Bedeutung der Patientenverfügung und Aufgabe der Betreuung
- Wie unterscheiden sich Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung?
- Welche Chancen bietet die Patientenverfügung, welche Grenzen hat sie?
- Was ist Aufgabe des Betreuers und welche Verantwortung trägt der Arzt?
- Wie können bei sterbenden Patienten Autonomie und Fürsorge in Einklang gebracht werden?




