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Harninkontinenz
Ungewollter Abgang von Urin, allgemein auch als "Blasenschwäche" bekannt, ist ein weit verbreitetes Problem. Besonders im höheren Lebensalter sind Frauen als auch Männer häufig davon betroffen (30 % der über 75 Jährigen). Pflegeheimbewohner sind noch häufiger betroffen. Besonders ältere Menschen mit vielen Erkrankungen (multimorbide Menschen) entwickeln im hohen Maße eine Blasenschwäche. Bei Personen mit schwerer Demenz liegt die Wahrscheinlichkeit, eine Harninkontinenz zu entwickeln bei über 90%.
Es gibt eine Reihe von Therapiemöglichkeiten, mit denen einer Vielzahl von Betroffenen geholfen werden kann. Da die Harninkontinenz kein eigenständiges Krankheitsbild darstellt, sondern meist ein Krankheitsmerkmal für eine zu Grunde liegende Erkrankung ist, gilt es diese zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Sie kann vorübergehender Natur sein, z.B. im Rahmen eines Harnwegsinfektes und ist dann behandelbar.
Es gibt verschiedene Formen der Harninkontinenz, die im höheren Lebensalter häufig als Mischformen auftreten. Da die Ursachen vielfältig sein können, sollte eine weitere Abklärung erfolgen. Im Allgemeinen ist der Leidensdruck sehr hoch für Menschen mit Harninkontinenz. Neben den körperlichen Einschränkungen, die eine Harninkontinenz mit sich bringt, fühlen viele Patienten sich in ihrer Lebensqualität erheblich eingeschränkt und leiden unter den negativen sozialen Folgen. Deshalb ist es besonders wichtig, Harninkontinenz nicht als Schicksal hinzunehmen, sondern sich rechtzeitig in Behandlung zu begeben. Für die Abklärung und Behandlung von Harninkontinenz ist unsere neuro-geriatrische Ambulanz zuständig.





