Zu den Inhalten springen

Wir überwinden Grenzen

Beschluss des Klinikumsvorstandes

vom 29.01.2020

Suchtprävention für Ärzte

  • Einrichtung einer niederschwelligen anonymen Sprechstunde für psychische Ärztegesundheit „von Ärzt*innen für Ärzt*innen“ (Focus auf Sucht und substanzbezogene Störungen, arbeitsbezogenen Stress, Angst, Burn out/Depression, Suizidalität).
    Der/die  Vertrauensarzt/Vertrauensärztin wahrt vollständige Anonymität. Er/sie steht in engem Kontakt mit allen Kooperationspartnern des Betrieblichen Gesundheitsmanagements des UKF.
    Ziel ist eine Absenkung der Hemmschwelle für ärztliche Mitarbeiter*innen zur Anbahnung interner wie externer Beratungs- und Hilfsangebote insbesondere auch bei Suchterkrankungen oder problematischem Substanzkonsum.
     
  • Zusicherung einer verlässlichen Unterstützung von Sucht betroffener ärztlicher Mitarbeiter*innen zum Erreichen des zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens der Suchterkrankung bestehenden Qualifikationszieles (z.B. Facharzt, Habilitation etc.) im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten.
     
  • Die Sicherstellung der Finanzierung einer qualifizierten Entzugsbehandlung bei Patienten mit lückenhaftem Versicherungsschutz unterstützt der Klinikumsvorstand grundsätzlich, sieht jedoch die Notwendigkeit einer Einzelfallentscheidung im konkreten Bedarfsfall.
     
  • Der Vorstand benennt eine suchtbeauftragte ärztliche Person  zur Koordination der Suchtprävention im Ärztlichen Dienst des Klinikums. Es erscheint sinnvoll, diese Aufgabe mit der niederschwelligen anonymen kollegialen Sprechstunde in Personalunion zu realisieren.
     
  • Qualifizierung der Personalverantwortlichen gemäß den geltenden Qualitätsstandards:
    Information und Schulung ärztlicher Vorgesetzter (OÄ/CÄ) als Aufgabe der Personalentwicklung in Verbindung mit dem Fachbereich Fortbildung.
    Implementierung verbindlicher Basisveranstaltungen sowie Angebote weitergehender Schulungen zum Thema Suchtprävention, -erkennung und –rehabilitation sowie damit verbundenen arbeitsrechtlichen Implikationenen unter Berücksichtigung o.g. berufsgruppenspezifischer Aspekte. Umsetzung z.B. als Hörsaalveranstaltung, Information in ärztlichen Gremien, Führungsseminaren, Podcasts, Intranet, AmPuls usw. Bereitstellung hierfür notwendiger personeller und finanzieller Ressourcen.

Auszüge aus dem Beschluss

Beratende

Prof. Dr. Sabine Hellwig
Suchtbeauftragte für den ärztlichen Dienst

Telefon: 0761 270-61222  (AB)
sabine.hellwig@uniklinik-freiburg.de

Mo. bis Fr. von 9.00 bis 15.00 Uhr,
Gesprächstermine nach telefonischer Vereinbarung.

Außerhalb unserer Kontaktzeiten nimmt unser Anrufbeantworter Nachrichten entgegen.

In Notfällen wenden Sie sich bitte an die Psychiatrische Ambulanz des UKF
Telefon: 0761 270-65010 
(24-Std. besetzt)