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Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin

Schnelle Hilfe durch das ECMO-Mobil

Am Universitätsklinikum Freiburg steht rund um die Uhr ein spezielles Intensivtransportfahrzeug für Patienten mit akutem Lungenversagen bereit. Das ECMO-Mobil ist für die Versorgung der Menschen in der Region von großer Bedeutung.

Seit Ende des Jahres 2015 verfügt das Universitätsklinikum Freiburg über ein eigenes Intensivtherapietransportfahrzeug, das ausschließlich für Patienten mit akutem Lungenversagen bereit steht. Diese Patienten können nun dank einer speziellen Therapie, der sogenannten extracorporalen Membranoxygenierung, kurz ECMO, unbeschadet von den anfordernden Intensivtherapiestationen anderer Kliniken an das Lungen-Ersatzverfahren-Zentrum des Universitätsklinikums Freiburg zur weiteren Behandlung transportiert werden. Möglich wurde dies durch eine beispielhafte Kooperation des Deutschen Roten Kreuzes Freiburg, den Kostenträgern, dem zuständigen Bereichsausschuss und dem Universitätsklinikum Freiburg. Sie alle haben den Wunsch nach der optimalen Versorgung dieser schwerstkranken Patienten durch das ECMO-Zentrum des Universitätsklinikums Freiburg direkt aufgenommen. Über einen Kooperationsvertrag des DRK mit dem Universitätsklinikum wird diese außergewöhnliche lebensrettende Transportmöglichkeit gefördert.

Das ECMO-Mobil
Patienten, die zum Beispiel über eine einfache Grippe-Lungenentzündung oder über andere Erkrankungen, welche durch übliche Intensivtherapie-Beatmungsgeräte nicht mehr genügend Sauerstoff zur Aufrechterhaltung des gesamten Organismus erhalten, können so am invasiven Lungenersatzzentrum des Universitätsklinikums Freiburg weiterbehandelt werden. „Studien haben gezeigt, dass die Überlebens-chancen deutlich steigen, wenn die Patienten in einem ECMO-Zentrum von einem erfahrenen, interdisziplinären Team betreut werden“, sagt Prof. Dr. Hartmut Bürkle, Ärztlicher Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Im ECMO-Zentrum des Universitätsklinikums Freiburg arbeiten Anästhesiologen, Kardiologen, Herz- und Gefäßchirurgen sowie Kardiotechniker eng zusammen. Im Wechsel werden ECMO Patienten entweder auf der Anästhesiologischen Intensivtherapiestation oder auf der Inneren Intensivtherapiestation nach Ihrer Aufnahme weiter versorgt. Beide Intensivtherapien bilden zusammen mit der Unterstützung durch die Kardiotechnik und den Ärzten der Klinik für Herz-und Gefäßchirurgie das Kompetenzzentrum ECMO.

Schon seit 2008 ist ein dreiköpfiges Spezialistenteam – bestehend aus einem Anästhesisten, einem Kardiologen und einem Kardiotechniker – 24 Stunden täglich an 365 Tagen im Jahr in Rufbereitschaft. Wird es von einem anderen Krankenhaus angefordert, kann es nun seit Ende 2015 auf das spezielle ECMO-Mobil zurückgreifen. Noch im Krankenhaus wird der Patient vom ECMO-Team an die mobile Lungenersatzmaschine angeschlossen und anschließend zur weiteren Versorgung mit dem technisch höchst funktionalen Intensivtransportfahrzeug ins ECMO-Zentrum am Universitätsklinikum Freiburg gefahren. Anders als konventionelle Transportfahrzeuge verfügt das Fahrzeug über die Möglichkeit, das ECMO-Gerät sicher zu fixieren und mit großen Vorräten an Sauerstoff und einer speziellen Energieversorgung auch stundenlange Transporte durchzuführen. Dazu stehen eine spezialisierte Patienten-Monitor-Anlage, ein modernes Transport-beatmungsgerät und Infusionspumpen bereit, so dass das Fahrzeug wie ein Behandlungsplatz auf einer modernen Intensivstation ausgestattet ist.

Das ECMO-Mobil wurde vom Universitätsklinikum Freiburg angeschafft und ist ausschließlich für Lungenersatztransporte vorgesehen. Durch die Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) ist der Transport mit den Krankenkassen abrechenbar. Das Universitätsklinikum Freiburg ist das einzige ECMO-Zentrum in Deutschland, das über ein eigenes Intensivtransportfahrzeug für ECMO-Transporte verfügt.

ECMO-Hotline für ärztliche Zuweiser:

Telefon 0761 – 270 - 23000

Informationsflyer für Zuweiser

Das Abfragefax für Zuweiser

 


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