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Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin

Verfahren

Novalung®

Die so genannte „Novalung®“ eignet sich bei einer besonderen Form des Lungenversagens, bei der die Abgabe von Kohlendioxid aus dem Blut nicht mehr ausreichend funktioniert. Dieser Zustand kann über verschiedene Mechanismen zu weiteren Komplikationen bis zum Herzversagen führen. Für den Betrieb der Novalung® wird Blut aus der Leistenarterie entnommen und über eine besondere Membran geführt. Über diese Membran wird Kohlendioxid abgegeben. Das Blut wird anschließend über die Leistenvene in den Körper zurück geführt. Eine Pumpe ist für den Betrieb der „Novalung®“ nicht notwendig.

A-Lung®

Die A-Lung ist ein pumpengetriebenes System, das über ein bisher einmaliges Vakuumverfahren eine „Kohlendioxid-Dialyse“ betreibt. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt in den vergleichsweise kleinen Kathetern und niedrigen Blutflussmengen. Die AIT ist die erste Station in ganz Europa, die die A-Lung routinemäßig verwenden kann.

ECMO

Ein extrakorporales Membranoxygenierungssystem (ECMO) eignet sich sowohl für Störungen der Lunge, bei der die Aufnahme von Sauerstoff aus der Atemluft nicht mehr ausreichend funktioniert, als auch für Störungen, bei denen die Abgabe von Kohlendioxid aus dem Blut eingeschränkt ist. Bei vielen Lungenerkrankungen besteht eine Mischform aus diesen beiden Funktionsstörungen. Für den Berieb einer ECMO wird dem Körper mit einer Kreiselpumpe kontinuierlich Blut aus einer großen Vene (Hals-, Schlüsselbein- oder Leistenvene) entnommen und über eine spezielle Kunststoffmembran geführt, die sowohl die Abgabe von Kohlendioxid als auch die Aufnahme von Sauerstoff ermöglicht. Anschließend wird das Blut durch eine Kanüle, die durch die Hohlvene bis zum Herzen vorgeschoben wird, in den Körper zurück gepumpt. Für den Betrieb einer ECMO sind also mindestens zwei große Kanülen oder eine Doppelkanüle notwendig. ECMO ist das häufigste auf unserer Station eingesetzte Lungenersatzverfahren.

ECLS

In speziellen Fällen kann neben der Lungenfunktion auch die Herzfunktion kritisch eingeschränkt sein. Dann kann durch die Rückführung des mit Sauerstoff angereicherten Blutes aus einer ECMO direkt in eine große Körperarterie die Herzfunktion ganz oder teilweise ersetzt werden. Man spricht in einem solchen Fall von einem „extrakorporalen Lifesupport (ECLS)“. ECLS findet vor allem Verwendung bei Krankheitsbildern in der Kardiologie und Kardiochirurgie und wird auf der anästhesiologischen Intensivstation daher nur in wenigen Fällen eingesetzt

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