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Wir überwinden Grenzen

Asymmetrien des Gesichtsschädels und ontogenetischer Stress

© T. Russ

Kontakt: Tamara Russ

Haben Frauen symmetrischere Gesichter als Männer? Kann sich der Beruf eines Menschen auf die Symmetrie des Gesichtes auswirken? Das sind Fragen, die in diesem Projekt untersucht werden sollen. Die Grundlage bildet die Annahme, dass schlechte Lebensumstände sich auf die Entwicklung eines Menschen auswirken und sein Aussehen beeinflussen. Untersucht werden die Schädel von ca. 150 Menschen, die zwischen 1845 und 1868 im Baseler Bürgerspital behandelt wurden und dort verstarben. Die Lebensumstände sind Dank vollständiger und gut dokumentierter Patientenakten nachvollziehbar. Hinzu kommt, dass die Schädel zweifelsfrei identifiziert werden konnten. Zuerst werden die Schädel mithilfe von Computer-Tomographie digitalisiert und Asymmetrien werden mit statistischen Modellen untersucht. Dazu werden digitale Landmarks, Semi- bzw. Sliding-Landmarks und Oberflächennetze verwendet, um die zu erwartende Asymmetrie zu ermittel, die für alle Individuen des Samples gelten - die sogenannte direktionale Asymmetrie. Zusätzlich wird die individuelle Abweichung der direktionalen Asymmetrie, die fluktuierende Asymmetrie ermittelt.