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Klinik für Augenheilkunde

Arbeitsgruppe Reinhard

Die Hornhaut bildet die äußere Begrenzung des Auges zur Umwelt. Neben dieser Barrierefunktion ist sie für die Fokusierung einfallender Lichtstrahlen auf der Netzhaut entscheidend. Jede Trübung oder refraktiv wirksame Veränderung der Hornhaut beeinträchtigt die Sehschärfe in erheblichem Maße. In unserem Labor werden pathophysiologische Grundlagen von Erkrankungen untersucht, die eine Störung der Klarheit der Hornhaut und damit des Sehens nach sich ziehen.

Hornhaut-Grundlagen Labor

Das gesunde korneale Epithel garantiert als äußerste Hornhautschicht eine gleichmäßige und glatte Oberfläche. Epithelheilungsstörungen z.B. nach Verletzungen oder aufgrund erblicher Faktoren können die Intaktheit des Epithels erheblich beeinträchtigen und zum Untergang der im Limbus gelegenen Epithel-Stammzellen führen. Die Regenerationsfähigkeit des Hornhautepithels aus limbalen Stammzellen wie auch die Charakterisierung verschiedener Differenzierungsstufen daraus entstehender kornealer Epithelzellen werden in einem Forschungsprojekt unseres Labors untersucht.

Hornhaut-Grundlagen Labor

Neben dem Epithel sind korneale Endothelzellen wesentlich daran beteiligt, die Klarheit der Hornhaut zu gewährleisten. Durch aktiven Transport von Flüssigkeit aus dem Hornhautstroma wird eine bestimmte Dicke, Stabilität und Klarheit gewährleistet. Die krankhafte Veränderung dieser beim Menschen nicht regenerierenden Zellen führt zur Trübung und Sehverschlechterung. Bei einer Abstoßungsreaktion nach Hornhauttransplantation (Keratoplastik) resultiert ein entzündlich vermittelter Endothelzellschwund. Dieser kann zur Dekompensation (Trübung) des Transplantats führen. Die Regenerationsfähigkeit des kornealen Endothels ist Bestandteil eines weiteren Forschungsprojektes unseres Labors.

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