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Tumorzentrum Freiburg - CCCF

SFB 992 - Medizinische Epigenetik (MEDEP)

Von grundlegenden Mechanismen zu klinischen Anwendungen

Epigenetisch sind alle Prozesse in einer Zelle, die als „zusätzlich“ zu den Inhalten und Vorgängen der Genetik gelten. Epigenetik ist das „Studium der erblichen Veränderungen in der Genomfunktion, die ohne eine Änderung der DNA-Sequenz auftreten“.

Der SFB 992 Medizinische Epigenetik (MEDEP) - "Von grundlegenden Mechanismen zu klinischen Anwendungen" ist ein Verbundforschungsvorhaben zur translationalen epigenetischen Forschung. Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg und des Max Planck Instituts für Immunbiologie und Epigenetik arbeiten zusammen in einem Konsortium.

Das Programm des SFB ist unterteilt in 3 Projektbereiche, in denen jeweils 5 Projekte durchgeführt werden.

(A)   Grundlegende epigenetische Mechanismen in zellulären Testansätzen und explorativen Mausmodellen

Die Arbeitsgruppen dieses Bereiches haben eine international anerkannte Expertise in der Erforschung grundlegender Prinzipien epigenetischer biochemischer, molekularbiologischer und funktional genomischer Steuerungsmechanismen. Darunter fallen Histonmodifikationen und die Unterdrückung von Chromatin modifizierenden Enzymen durch kleine Moleküle. Next Generation Sequencing (NGS) wird dazu genutzt, Profile für Histonmodifikationen in ES Maus-Zellen zu erstellen.  

Krebs-bezogene Projekte:

  • Die grundlegende Zusammensetzung des Heterochromatins der Säugetiere
  • Die Rolle der Histon Acetyltransferase MOF in Erkrankungen und der Krankheitsentstehung
  • Chemische Epigenetik: Inhibitoren des JMJC-Bereichs, die Histon Demethylasen enthalten

(B)   Validierung epigenetisch gesteuerter Krankheiten in Tiermodellen

Die Arbeitsgruppen dieses Bereichs untersuchen die epigenetischen Paradigmen in Modell Organismen, die komplexen menschlichen Erkrankungen entsprechen. Darunter fällt die epigenetische Genregulierung durch Histon Acetylierung  und die Transkriptionsfaktor und Hormon vermittelte Modulation von Chromatin Änderungen.  Die Arbeitsgruppen nutzen in-vivo Modelle und thematisieren wie epigenetische Fehlfunktionen zu Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen sowie altersbedingten Krankheiten beitragen.

Krebs-bezogene Projekte:

  • Die Kontrolle der Tumorgenese durch den epigenetische Regulator LSD1
  • Epigenetische Effekte des Transkriptionsfaktors NF-E2 in myeloproliferativen Neoplasmen
  • Histon Deacetylase Inhibitoren zur Schwächung der Tumorstrategie einer Umgehung des Immunsystems oder dessen Kontrolle

(C)   Translation epigenetischer Prinzipien in die klinische Anwendung

Projekte dieses Segments transferieren Prinzipien der Epigenetik in die klinische Anwendung. Die Projekte decken verschiedene Indikationen ab. Die Rolle der Epigenetik in der Modulierung von Krebserkrankungen wird genauer untersucht für Speiseröhrenkrebs, Pankreaskrebs sowie für Akute Myeloische Leukämie (AML) und juvenile myelomonozytäre Leukämie (JMML).

Krebs-bezogene Projekte:

  • Epigenetische Regulierung des Speiseröhrenkrebs
  • Modellierung einer Hypomethylierungstherapie für monosomale zytogenetische Untergruppen der akuten myeloischen Leukämie
  • Die Aktivität epigenetischer Medikamente in einem Xenotransplantationsmodell der juvenile myelomonozytäre Leukämie
  • Epigenetische und therapeutische Möglichkeiten im Einsatz gegen die EMT(Epitheliale-Mesenchymale Transition)-assoziierte Medikamentenresistenz des Bauchspeicheldrüsenkrebs. 

IRTG - Nachwuchsförderung

Ein PhD Programm (Integrated Research Training Group, IRTG) mit dem klaren Fokus auf die Epigenetik vermittelt ausführlich epigenetische Prinzipien und Methoden an Nachwuchsforscher.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des SFB992

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