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Tumorzentrum Freiburg - CCCF

START - Studie für ein rauchfreies Leben

Teilnahme möglich von Januar 2019 bis voraussichtlich Ende 2020

Studie am Tumorzentrum Freiburg - CCCF

Durchführung und Evaluation der Effektivität einer stationären Raucherentwöhnungstherapie durch ein mobil einsetzbares Therapeutenteam

Studienleitung: Dr. Jens Leifert

Flyer

Plakat

Gefördert wird die Studie durch die Deutsche Krebshilfe e.V. (Fördernummer 70112396).

Die gesundheitsschädigende Wirkung des Rauchens ist unstrittig. Doch der dauerhafte Verzicht auf die Zigarette ist für viele Raucher/innen ein schwieriger Prozess, der selten im ersten Anlauf gelingt ist. Professionelle Hilfe ist eine wichtige Unterstützung, um das Ziel der Rauchfreiheit zu erreichen.

Zu den nachgewiesen wirksamen Methoden, um eine langfristige Freiheit von der Zigarette zu erreichen, zählen neben Selbsthilfematerialien (wie Broschüren oder Bücher), Nikotinersatz (durch beispielsweise Pflaster oder Kaugummis) sowie medikamentöse Therapie die Gruppenkurse unter der Leitung ausgebildeter Therapeuten/innen.

Diese Therapien werden in der Regel ambulant, d.h. außerhalb der Krankenhausversorgung durchgeführt. Übliche ambulante Therapieverfahren orientieren sich an Programmen mit wöchentlichen ein- bis zweistündigen Gruppentherapien über einen Zeitraum von 6-8 Wochen. Darüber hinaus gibt es in spezialisierten Kliniken, wie z.B. Lungen- oder Herzkliniken für die Zeit eines Krankenhausaufenthalts Unterstützungsmöglichkeiten und -angebote, um rauchfrei zu werden.

Eine stationäre Krankenhausbehandlung ausschließlich mit dem Ziel des Rauchstopps ist für ansonsten gesunde Personen bisher regelhaft nicht vorgesehen.

Die stationäre Aufnahme ausschließlich zur Tabakentwöhnung ist eine bisher wenige bekannte Therapieform. Das Tumorzentrum Freiburg - CCCF konnte in vorherigen Studien zeigen, dass ein 9-tägiger Krankenhausaufenthalt zur Raucherentwöhnung erfolgreich ist. Momentan lässt sich sagen, dass sowohl die stationäre als auch die ambulante Raucherentwöhnung wirksam sind. Ein direkter Vergleich beider Methoden fehlt bisher. Mit dieser Studie, die von Januar 2019 bis Ende 2020 durchgeführt wird, soll deshalb geklärt werden, welche Wirkmechanismen der stationären und ambulanten Entwöhnung zugrunde liegen sowie welche Form für die dauerhafte Abstinenz geeigneter ist.

Die Studienteilnehmer/innen werden per Los zufällig entweder der ambulanten oder der stationären Raucherentwöhnungstherapie zugewiesen.

Raucherinnen und Raucher

Die Studie richtet sich an volljährige Personen, die mindestens 10 Zigaretten täglich rauchen. Das Programm beschränkt sich dabei nicht auf den Umkreis Freiburg, die Teilnahme ist für Interessierte aus dem ganzen Bundesgebiet möglich.

Ausgeschlossen von der Teilnahme sind Personen mit erhöhtem Alkohol- oder sonstigem Drogenkonsum, Schwangere sowie Personen mit psychischen und/oder anderen schweren medizinischen Erkrankungen. Auch ausgeschlossen sind Personen, die zeitgleich an anderen Programmen zur Raucherentwöhnung teilnehmen.

Weitere Voraussetzung für die Teilnahme sind ausreichende Deutschkenntnisse. Da die Teilnehmenden zufällig entweder der ambulanten oder der stationären Raucherentwöhnungstherapie zugewiesen werden, muss die Bereitschaft/Möglichkeit bestehen an beiden Therapieformen teilzunehmen.

Die Studie deckt einen erheblichen Teil der Therapiekosten. Für die Teilnehmenden bleibt lediglich ein geringer Eigenanteil.

Sowohl die ambulante als auch die stationäre Raucherentwöhnung werden auf Basis modernster wissenschaftlicher Erkenntnisse und ausschließlich von zertifizierten Experten/innen durchgeführt.

Die Raucherentwöhnung erfolgt entweder in wöchentlichen ambulanten wohnortnahen Gruppen (einmal pro Woche für 3 bis 6 Wochen) oder stationär in neun Tagen in der Breisgauklinik in Bad Krozingen. Die Studienteilnehmer/innen werden zufällig per Los einer der beiden Formen (ambulant oder stationär) der Raucherentwöhnung zugeteilt.

Wir sind auf Ihre Unterstützung angewiesen und freuen uns, wenn Sie unsere Studienteilnehmer/innen in Ihr ambulantes Raucherentwöhnungsprogamm mit einbinden und unsere Forschung unterstützen.

Für Sie als Therapeut/in läuft alles wie bisher. Wir möchten lediglich von Ihnen wissen,

• ob und wann sich die Teilnehmer/innen bei Ihnen angemeldet haben,

• ob und wann die Teilnehmer/innen die Therapie begonnen haben und

• ob und wann die Teilnehmer/innen die Therapie abgeschlossen haben.

Diese Mithilfe wird Ihnen mit 30 Euro vergütet.

Klinische Studien sind an strenge Vorgaben gebunden, die unter den Aspekten des wissenschaftlichen Arbeitens und der Qualität der Studie eingehalten werden müssen. Deshalb ist wichtig, dass die Therapeut/innen, die unser Forschungsprojekt unterstützen, bestimmte Kriterien im Rahmen ihrer Therapie erfüllen. Nur so können wir sicherstellen, dass die durchgeführten Entwöhnungstherapien für unsere Studienteilnehmer/innen einheitlich sind.

Die Studie richtet sich an Therapeut/innen, die idealerweise …

• zertifizierte Raucherentwöhner/in z.B. nach Batra oder IFT sind,

• ambulante Raucherentwöhnung in der Gruppe anbieten,

• nach wissenschaftlich anerkannten Verfahren der Verhaltenstherapie und entsprechend der S3-Leitlinie arbeiten,

• erstattungsfähige Kurse (Krankenkasse) anbieten.

Sie bieten ambulante Raucherentwöhnungstherapien an und möchten mit der START-Studie kooperieren? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf: christina.schulz@uniklinik-freiburg.de

Sie haben Interesse und möchten mehr erfahren?
Kontaktieren Sie uns!

Präventionsteam Tumorzentrum Freiburg – CCCF
Universitätsklinikum Freiburg
Hugstetterstr. 55
Telefon 0761 270-36070
Fax: 0761 270-71730
cpmt@uniklinik-freiburg.de

Wenn Sie uns persönlich nicht erreichen, werden wir uns schnellstmöglich mit Ihnen in Verbindung setzen.

Das Studienteam im Januar 2019

Kontakt

Präventionsteam des CCCF
Altes Eichamt
Elsässerstraße 2
79106 Freiburg
Telefon 0761 270-71720
Telefax 0761 270-71730
cpmt@uniklinik-freiburg.de

Geschäftsstelle des Tumorzentrums

8:00 bis 16:00 Uhr
Hugstetter Str. 49
79106 Freiburg
Telefon +49 (0)761 270–71510
oder 270-71570
Telefax +49 (0)761 270-33980
tumorzentrum@uniklinik-freiburg.de