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Abteilung Prächirurgische Epilepsiediagnostik – EpilepsiezentrumKlinik für Neurochirurgie

Allgemeine Informationen zu COVID-19 für Patienten mit Epilepsie

Epilepsiezentrum Freiburg, 31.3.2020

  • Patienten mit Epilepsien und unter antikonvulsiver Behandlung haben nach aktueller Kenntnis kein erhöhtes Infektionsrisiko. Es gibt weder Hinweise, dass Covid-19 epileptische Anfälle auslöst noch dass Epilepsiepatienten schwerer erkranken, wenn sie mit Covid-19 infiziert werden.
  • Die Tätigkeiten vieler Spezialambulanzen sind derzeit deutlich reduziert – im Notfall versorgt Sie Ihr Arzt jedoch weiterhin!
  • Nutzen Sie Möglichkeiten von Telekonsultationen (z.B. Telefonsprechstunden), wenn Sie Fragen haben und Termine verschoben wurden. Versorgen Sie sich rechtzeitig mit Rezepten für Ihre Medikamente – ein Horten von Medikamenten ist hingegen nicht erforderlich und kann zu einer unnötigen Verknappung bei anderen Patienten führen.
  • EEG-Registrierungen werden aktuell nur reduziert angeboten, um auch hier das Risiko einer Übertragung des Covid-19 Virus zu minimieren. Aufgrund der derzeit verminderten Verfügbarkeit von EEGs und ambulanter Kontakte sollten nicht dringende Absetzpläne vorübergehend nicht weitergeführt werden.
  • Eine regelmäßige Medikamenteneinnahme und die Ihnen empfohlenen Maßgaben zur allgemeinen Lebensführung sind weiterhin und aktuell sogar besonders wichtig- dies betrifft einen regelmäßigen Nachtschlaf ebenso wie die Vermeidung besonderer Belastungen. Wenn Sie psychische Probleme bemerken, wenden Sie sich frühzeitig an einen Neuropsychiater in Ihrer Region!
  • Bei einigen speziellen Epilepsieformen werden Medikamente eingesetzt, die auch das Immunsystem modulieren. Hierzu zählen Behandlungen mit ACTH, Steroiden (Cortison/Prednisolon) und Immuntherapien. Diese Therapien müssen fortgesetzt werden, es ist jedoch für diese Patienten besonders wichtig, die Regeln zur Vermeidung eines Kontaktes mit möglicherweise an Covid-19 Erkrankten und den empfohlenen Abstand von 2 Metern einzuhalten.
  • Wenn Sie allein leben, empfehlen wir, den regelmäßigen Kontakt zumindest mit einer Person, die nicht besonders infektionsgefährdet ist, aufrecht zu erhalten.
  • Bei Anfallsserien oder länger dauernden Anfällen sollte eine Medikation zur Anfallsunterbrechung frühzeitig eingesetzt werden (z.B. nach 3-5 Minuten).
  • Bei Patienten mit Fieber-assoziierten Anfällen wird die Einnahme von Paracetamol, nicht jedoch von Ibuprofen empfohlen.
  • Sollten Sie an Covid-19 erkranken und spezielle Behandlungen benötigen, empfehlen Sie dem behandelnden Arzt die Rücksprache mit Ihrem Epileptologen zur Besprechung möglicher Arzneimittelwechselwirkungen. Informationen hierzu sind u.a. auch auf der Webseite der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie verfügbar.

Abteilung Prächirurgische Epilepsiediagnostik

Aktuelles


Ärztlicher Leiter:
Prof. Dr. Schulze-Bonhage

Breisacher Str. 64
D-79106 Freiburg

Telefon: 0761 270 53660
Telefax: 0761 270 50030
E-Mail:
epilepsiezentrum@uniklinik-freiburg.de